Die sechste Deutsch-Albanische Wirtschaftskonferenz, die in diesem Jahr in
der albanischen Hauptstadt Tirana am 20. und 21. Juni 2012 stattfand, erwies
sich erneut als die führende und zentrale Plattforum für die bilateralen Unternehmenskontakte
beider Länder, so die Bewertung von DAW-Präsident
Hans-Jürgen Müller
.Mit fast 300 Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung
und Verbänden war das Interesse am Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen
zur Förderung von Investitionen, Handel und Dienstleistungen
ungebrochen stark. Die Repräsentanten der deutschen Wirtschaft und insbesondere
die teilnehmenden deutschen Unternehmen konnten sich vor Ort
über die vielfältigen Möglichkeiten für unternehmerische Kontakte und die
zahlreichen noch ungenutzten Potenziale für die bilaterale Zusammenarbeit
informieren. Politik und Wirtschaft aus Albanien luden die deutsche Wirtschaft
übereinstimmend und nachdrücklich zu einem stärkeren Engagement in
Albanien ein.
Für die deutsche Wirtschaft
unterstrich Dr. Hanno Stöcker, Geschäftsführer des Ost- und Mitteleuropa-Verein, ds Interesse der deutschen Wirtschaft an einem Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen.
Er hob in seiner Ansprache die Investitionsperspektiven
Albaniens für die deutsche Wirtschaft hervor, machte zugleich aber
auch die Erwartungen an weiteren Handlungsbedarf bei Rechtstaatlichkeit,
funktionierendem Zollsystem, transparenten Verwaltungsverfahren und Korruptionsbekämpfung
deutlich.
Nach einer Forumsdiskussion wurden am Nachmittag in insgesamt fünf Panel
die wirtschaftlichen Potenziale und rechtlichen Rahmenbedingungen diskutiert.
Im Forum Exportpotenziale standen die Entwicklung der Leichtindustrie,
insbesondere der Herstellung und der Export von Schuhen und Textilien
sowie von landwirtschaftlichen Erzeugnissen im Mittelpunkt. Im Panel zur
Infrastruktur wurden die Investitionsmöglichkeiten in den weiteren Ausbau der
Verkehrsinfrastruktur und der Logistik diskutiert. Die Foren zu den Perspektiven
von erneuerbaren Energien in Albanien und zum Umweltschutz durch den
Aufbau einer modernen Müllentsorgungs- und Recyclinginfrastruktur bildeten
weitere wichtige Schwerpunkte für die Attraktivität Albaniens. Im Forum zur
Tourismuswirtschaft wurden die Potenziale Albaniens als Tourismusstandort
und Anziehungspunkt für ausländische Touristen, insbesondere aus Deutschland,
erörtert. In den Foren standen Experten aus Kammern, Verbänden,
Behörden sowie Unternehmer und Berater aus beiden Ländern den interessierten
Teilnehmern zur Verfügung.


