Deutsch-spanische Bahnprojekte in Mexiko und dem Baltikum | Branchen | Spanien | Schienenverkehr
07.04.2021
Von Oliver Idem | Madrid
Am Maya-Zug-Projekt in Mexiko werden auch spanische und ein deutscher Partner beteiligt sein. Im Dezember 2020 erhielten die Bahngesellschaft Renfe, das Verkehrsingenieurbüro Ineco und DB Engineering and Consulting einen Auftrag für die Aufsicht als "shadow operator". Die drei Unternehmen sollen in den kommenden drei Jahren den Bau, Betrieb und die Wartung überwachen.
Auch beim insgesamt 5,8 Milliarden Euro schweren Projekt Rail Baltica wollen sich die gleichen Partner laut einem Bericht der Wirtschaftszeitung Cinco Días von Dezember 2020 wieder bewerben. Bei der Hochgeschwindigkeitslinie durch Estland, Lettland und Litauen geht es ebenfalls um die Rolle als "shadow operator".
Im Juni 2020 wurde bereits bekannt, dass die spanische Prointec und das deutsche Planungsbüro Obermeyer als deutsch-spanisches Tandem an Rail Baltica beteiligt sein werden. Beide werden die Konstruktionsplanung und Aufsicht für einen 93,5 Kilometer langen Streckenabschnitt vom estnischen Pärnu zur lettischen Grenze übernehmen.
Renfe wurde auf dem spanischen Markt durch umfangreiche Reisebeschränkungen in der Coronakrise ausgebremst. Mit einem operativen Verlust von 479 Millionen Euro stellte das Unternehmen 2020 einen Negativrekord auf. Im Personenverkehr sank die Gästezahl um 48 Prozent. Entsprechend stehen die Internationalisierung und der Güterverkehr im Fokus für die Zukunft. Laut der Wirtschaftszeitung Expansión stehen zum Beispiel Bolivien, Ecuador, Paraguay und Peru im strategischen Blickpunkt.


