Seit den kriegerischen Auseinander-setzungen in den neunziger Jahren ist
die Wirtschafts- und Ausfuhrleistung
in vielen Sektoren schwach geblieben,
entsprechend niedrig ist oft die
Ausgangsbasis des Wachstums.
Importe aus Deutschland konnten
2005 weitere Marktanteile gewinnen.
Die Lieferungen stiegen um 21,6% auf
1,6 Mrd BAM, das waren 28,3% aller
bosnisch-herzegowinischen Einfuhren
aus der EU. Deutschland erwirtschaftete
im Handel mit dem Westbalkanland
2005 einen Überschuss
von 1,2 Mrd BAM, obwohl auch Bosnien
und Herzegowina seine Ausfuhren
in die Bundesrepublik um 22,2%
erhöhen konnte.
Auffallend ist dabei, dass der Nachfolgestaat
Jugoslawiens weniger
Rohstoffe und Vorerzeugnisse, sondern
vor allem Maschinen, Fahrzeuge
und andere Fertigerzeugnisse nach
Deutschland geliefert hat. Wichtigster
Handelspartner bleibt für Bosnien und
Herzegowina das Nachbarland Kroatien
mit einem Handelsvolumen von
2,7 Mrd BAM, gefolgt von Deutschland
(2 Mrd BAM) sowie Serbien
und Montenegro (1,7 Mrd BAM). Der
Außenhandel mit der EU summierte
sich 2005 auf 7,7 Mrd BAM. Trotz
dieser guten Entwicklung bleibt für
Bosnien und Herzegowina noch viel
zu tun, um seine Position als Standort
im internationalen Wettbewerb um
Direktinvestitionen zu verbessern. Im
"Doing-Business”-Report der Weltbank
rangiert das Land auf Rang 87,
und Transparency International listet
es im aktuellen Corruption Perception
Index an 88. Stelle auf. Das World
Economic Forum in Davos sieht Bosnien
und Herzegowina weltweit sogar
nur auf Platz 95. Allerdings variieren
die Rahmenbedingungen für Investoren
je nach Ort erheblich, daher empfehlen
Experten, die lokalen Standort-bedingungen unvoreingenommen und
mit großer Sorgfalt zu prüfen.
Im Zuge der guten Konjunktur hat
das Land deutlich mehr Bedarf an
Maschinen. Im Jahr 2005 stiegen die
Importe von Metallbearbeitungsmaschinen
um 78%, von Arbeitsmaschinen
um 35% und von Spezialmaschinen
um 28%. Auch die Bezüge von
EDV- und anderen Büromaschinen
erhöhten sich um 43%.
Die Einfuhren der Mess- und Regeltechnik
zeigten ein Plus von 23%
und diejenigen von Straßenfahrzeugen
ca. 29%. Im Vergleich mit diesen
Zuwächsen entwickelt sich die
Importnachfrage bei einigen langlebigen
Konsumgütern noch schwächer,
z.B. die von Möbeln (+5%) oder
von Unterhaltungselektronik (+10%).
Allerdings dürften sich die Absatzaussichten
auch hier mit weiter anziehenden
Löhnen deutlich verbessern.
Einen überdurchschnittlich guten
Importanstieg gab es 2005 bei Bekleidung
(+24%).
(bfai)
die Wirtschafts- und Ausfuhrleistung
in vielen Sektoren schwach geblieben,
entsprechend niedrig ist oft die
Ausgangsbasis des Wachstums.
Importe aus Deutschland konnten
2005 weitere Marktanteile gewinnen.
Die Lieferungen stiegen um 21,6% auf
1,6 Mrd BAM, das waren 28,3% aller
bosnisch-herzegowinischen Einfuhren
aus der EU. Deutschland erwirtschaftete
im Handel mit dem Westbalkanland
2005 einen Überschuss
von 1,2 Mrd BAM, obwohl auch Bosnien
und Herzegowina seine Ausfuhren
in die Bundesrepublik um 22,2%
erhöhen konnte.
Auffallend ist dabei, dass der Nachfolgestaat
Jugoslawiens weniger
Rohstoffe und Vorerzeugnisse, sondern
vor allem Maschinen, Fahrzeuge
und andere Fertigerzeugnisse nach
Deutschland geliefert hat. Wichtigster
Handelspartner bleibt für Bosnien und
Herzegowina das Nachbarland Kroatien
mit einem Handelsvolumen von
2,7 Mrd BAM, gefolgt von Deutschland
(2 Mrd BAM) sowie Serbien
und Montenegro (1,7 Mrd BAM). Der
Außenhandel mit der EU summierte
sich 2005 auf 7,7 Mrd BAM. Trotz
dieser guten Entwicklung bleibt für
Bosnien und Herzegowina noch viel
zu tun, um seine Position als Standort
im internationalen Wettbewerb um
Direktinvestitionen zu verbessern. Im
"Doing-Business”-Report der Weltbank
rangiert das Land auf Rang 87,
und Transparency International listet
es im aktuellen Corruption Perception
Index an 88. Stelle auf. Das World
Economic Forum in Davos sieht Bosnien
und Herzegowina weltweit sogar
nur auf Platz 95. Allerdings variieren
die Rahmenbedingungen für Investoren
je nach Ort erheblich, daher empfehlen
Experten, die lokalen Standort-bedingungen unvoreingenommen und
mit großer Sorgfalt zu prüfen.
Im Zuge der guten Konjunktur hat
das Land deutlich mehr Bedarf an
Maschinen. Im Jahr 2005 stiegen die
Importe von Metallbearbeitungsmaschinen
um 78%, von Arbeitsmaschinen
um 35% und von Spezialmaschinen
um 28%. Auch die Bezüge von
EDV- und anderen Büromaschinen
erhöhten sich um 43%.
Die Einfuhren der Mess- und Regeltechnik
zeigten ein Plus von 23%
und diejenigen von Straßenfahrzeugen
ca. 29%. Im Vergleich mit diesen
Zuwächsen entwickelt sich die
Importnachfrage bei einigen langlebigen
Konsumgütern noch schwächer,
z.B. die von Möbeln (+5%) oder
von Unterhaltungselektronik (+10%).
Allerdings dürften sich die Absatzaussichten
auch hier mit weiter anziehenden
Löhnen deutlich verbessern.
Einen überdurchschnittlich guten
Importanstieg gab es 2005 bei Bekleidung
(+24%).
(bfai)
Letzte Änderung: 14.02.2006 durch Henry Rehkuh


