direkte Bereichesauswahl

Mexiko

Deutsche Firmen in Mexiko sorgen sich wegen Streikwelle


Arbeiter in Betrieben an US-Grenze fordern mehr Geld / Von Florian Steinmeyer

Mexiko-Stadt (GTAI) - An Mexikos US-Grenze wurden in den vergangenen Monaten dutzende Betriebe bestreikt. Unternehmensvertreter befürchten, dass die Konflikte auf andere Regionen übergreifen.

Die Zahl der Streiks in Mexiko ist in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Laut dem Arbeitsministerium STPS (Secretaría del Trabajo y Previsión Social) kam es in den ersten 100 Amtstagen der neuen Regierung unter Andrés Manuel López Obrador (genannt AMLO) zwischen dem 1. Dezember 2018 und dem 10. März 2019 zu 40 Arbeitsniederlegungen. In der gesamten sechsjährigen Regierungsperiode von AMLOs Vorgänger Enrique Peña Nieto gab es lediglich 22 solcher Streiks.

Die Streiks konzentrieren sich bislang auf die an der Grenze zu den USA gelegene Stadt Matamoros im Bundesstaat Tamaulipas. Der Gewerkschaftsverband CTM (Confederación de Trabajadores de México) gab Ende März an, dort bislang für 50 Arbeitsniederlegungen verantwortlich zu sein.

AMLO hatte zum Jahresbeginn in den Grenzgebieten zu den USA den Mindestlohn auf umgerechnet etwa 9,30 US-Dollar (US$) pro Tag verdoppelt. Ziel ist, die Löhne denjenigen in den USA anzugleichen und die Auswanderung einzugrenzen. Die allermeisten Arbeiter in Mexiko werden weit über dem Mindestlohn bezahlt, seine Entwicklung hat jedoch Signalwirkung für die jährlichen Lohnsteigerungen. Das führt zu Forderungen nach starken Lohnerhöhungen: Die Arbeiter in Matamoros fordern mehrheitlich ein Plus ihrer Bezüge von 20 Prozent im laufenden Jahr sowie eine Sonderzahlung von umgerechnet rund 1.680 US$.

Lesen Sie weiter bei der GTAI unter dem angegebenen Link.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest