Mobilfunkfrequenzen sollen bereits 2018 vergeben werden
Bonn (GTAI) - Der schweizerische Mobilfunkriese Swisscom hat angekündigt, bereits 2018 mit der Einführung des 5G-Mobilfunknetzes starten zu können. Damit würde der ursprüngliche Zeitplan um zwei Jahre vorgezogen. Mit der Vergabe der nötigen Frequenzen durch den Bund wird im 2. Halbjahr 2018 gerechnet. Die 5G-Einführung erfordert eine zügige Modernisierung der Mobilfunkinfrastruktur. Der Ständerat hat sich im März gegen eine Lockerung der strengen Strahlenschutzverordnung ausgesprochen. (Kontaktadressen)
Der Netz-Chef des schweizerischen Mobilfunkunternehmens Swisscom, Heinz Herren, hat Ende Februar 2018 gegenüber der Presse überraschend angekündigt, 5G bereits 2018 - anstatt wie ursprünglich geplant 2020 - einführen zu wollen. Die rasche Verfügbarkeit des ultraschnellen 5G-Netzstandards hat für den Wirtschaftsstandort Schweiz höchste Priorität. Mit Blick auf die Nachbarländer möchte das Land den Anschluss an die digitale Zukunft nicht verlieren, gilt doch 5G als Schlüsseltechnologie für die Industrie 4.0. Zudem stößt der aktuelle 4G-Standard in der Schweiz bereits jetzt an Kapazitätsgrenzen.
Damit wäre die Schweiz weltweit eines der ersten 5G-Länder. Grund für den vorgezogenen Start ist laut Herren, dass die Standardisierung der 5G-Technologie schneller vorangekommen sei als erwartet. Außerdem habe der Swisscom-Zulieferer für Netzwerkkomponenten, das schwedische Unternehmen Ericsson, signalisiert, die nötigen Bauteile und Software für den Netzausbau liefern zu können.
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