Die für den 28. Oktober 2012 angesetzte Parlamentswahl in der Ukraine überdeckt die eigentlichen Herausforderungen vor denen die Ukraine steht. Der Ausbau des Machtapparates von Präsident Janukowitsch ging nicht im gleichen Ausmaß einher mit dringend notwendigen Reformen. Das abnehmende Wirtschaftswachstum, die problematische Wechselkursfixierung und erdrückende Gaspreise, die an Gazprom gezahlt werden müssen, lassen den ökonomischen Spielraum des Landes weiter schrumpfen.
Die Fixierung der EU auf den Fall Julia Timoschenko und die damit verbundene Stagnation beim Abschluss des vertieften Freihandelsabkommens haben Brüssel und Kiew in eine Sackgasse gebracht. Der EU fehlt im Moment eine Strategie für die Ukraine, die Mitgliedsstaaten haben ihren Einfluss überschätzt und schwächen mit ihrer Politik die proeuropäischen Kräfte in der Ukraine. Die EU braucht endlich eine proaktive Ukrainepolitik im Sinne einer Realpolitik, um den ukrainischen Reformprozess voranzutreiben.
Weitere Einzelheiten siehe http://www.beratergruppe-ukraine.de/

