Das zweite durch Corona bedingte Krisenjahr 2021 hat die vietnamesische Wirtschaft und auch die Druckbranche härter getroffen als das Vorjahr. Zwischen Mai und September des Jahres 2021 wurden der Industrie in weiten Teilen des Landes in unterschiedlicher Intensität Lockdowns auferlegt. Teilweise stellten die Unternehmen daraufhin den Betrieb ein. Andere konnten weiter arbeiten, indem Mitarbeiter auf dem Werksgelände untergebracht und verköstigt wurden.
Im Jahr 2020 hatte der Verlagsdruck durch die Schließung von Schulen und Buchläden noch stärker gelitten als der Verpackungsdruck. Im darauffolgenden Jahr waren beide Bereiche stark betroffen.
Markttrends: Umsätze steigen wieder an
Nach Angaben des vietnamesischen Ministeriums für Information und Kommunikation (Ministry of Information and Communications; MIC) erzielte die Druckindustrie 2021 einen Umsatz von umgerechnet 3,7 Milliarden US-Dollar (US$). Das entspricht einem Rückgang um nominal 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereits 2020 hatte der Sektor gegenüber 2019 ein Minus von 3,9 Prozent erlitten. Die gedruckten Mengen sanken nach Schätzungen des Verbands der vietnamesischen Druckindustrie (Vietnam Printing Association; VPA) von 294 Milliarden auf 266 Milliarden DIN-A4-Seiten. Der Verband erwartet 2022 ein Umsatzplus von 8 bis 10 Prozent. Damit würde der Sektor noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreichen.


