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Mexiko

Ehrgeizige Tiefbauprojekte stehen in Mexiko an


Mexikos Tiefbau leidet unter Haushaltseinsparungen. In welchem Umfang das 2014 angekündigte Infrastrukturprogramm umgesetzt werden kann, ist ungewiss. Trotzdem haben deutsche Firmen Chancen bei Planung und Bau von Petrochemieanlagen oder im Wasser- und Abwasserbereich. Auch bei Netzausbau, Kraftwerken und Hafenbau sowie den Bahnprojekten sind mexikanische Bauunternehmen auf Technologielieferanten angewiesen. Die Bahnprojekte sind zudem für Ingenieursfirmen und Consultants interessant.

Der mexikanische Tiefbau stagniert 2015. Der vom Bauverband CMIC erwartete Aufschwung wurde vom Ölpreisverfall seit Mitte 2014 und die daraufhin verfügten Budgeteinschnitte Ende Januar 2015 zunichte gemacht. Der Staatshaushalt hing in den vergangenen Jahren etwa zu einem Drittel von Einnahmen aus dem Ölgeschäft ab. Aufgrund der niedrigen Ölpreise will die Regierung 2016 sparen. Die Haushaltsvorlage sieht einen Rückgang der Kapitalinvestitionen von 20,4% gegenüber dem Haushalt von 2015 vor. Für die Zeit nach 2017 sind die Aussichten etwas besser, da die Energiereform höhere Investitionen im Öl- und Stromsektor antreiben könnte.

Durch die Sparmaßnahmen kann das 2014 angekündigte Infrastrukturprogramm im Wert von etwa 310 Mrd. Euro (ohne Vorhaben in den Bereichen Wohnungsbau, Gesundheit und Tourismus) nicht mehr als Richtschnur dienen (http://www.pni.gob.mx). Eine definitive Liste über die noch machbaren Projekte gibt es bisher nicht. Bereits begonnene Projekte oder die höchste soziale und wirtschaftliche Rendite versprechen, erhalten Priorität. Vorhaben mit Fertigstellung nach Ablauf der Regierungsperiode Ende 2018 haben damit immer geringere Chancen, noch ausgeschrieben zu werden.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest

Dateien:
gtai_-_mexiko_-_ehrgeizige_tiefbauprojekte_stehen_in_mexiko_an_-_2015-12-11.pdf