Deutsch-Kasachisches Wirtschaftsforum in Düsseldorf & Berlin
Im Mittelpunkt des Deutsch-Kasachischen Wirtschaftsforums, das am 08.09.09 im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und am 09.09.09 in Düsseldorf stattfand, stand die aktuelle Bankenkrise in Kasachstan. Die Veranstaltung wurde initiiert durch die Botschaft der Republik Kasachstan im Rahmen des „Kasachstan Jahres in Deutschland“. Kooperationspartner für die Veranstaltung in Berlin waren der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), der Deutsche- Industrie und Handels-kammertag (DIHK), der Ost- und Mitteleuropa Verein (OMV) und der Ost- Ausschuss der Deutschen Wirtschaft. In Düsseldorf waren es die IHKn in NRW, vertreten durch die Länderschwerpunktkammer Köln. Seit Ende April 2009 haben einige Großbanken in Kasachstan die Zahlung ihrer Auslandsverbindlichkeiten eingestellt. Es bestehen bereits Überfälligkeiten aus Exportgeschäften mit den Banken Bank Turan Alem (BTA), der Alliance Bank und der Astana Finance. Nun gibt es auf der kasachischen Seite Überlegungen, wonach bei den notwendigen Restrukturierungen der Verbindlichkeiten den internationalen Gläubigerbanken erhebliche Verluste abverlangt werden sollen. Aufgrund dieser Entwicklung hat die Bundesregierung ihre Deckungsmöglichkeiten für Exporte nach Kasachstan angepasst. Im Vertrauen auf die Leistungskraft der kasachischen Wirtschaft hat die Bundesregierung zurzeit Hermesdeckungen von mehr als 800 Millionen Euro begeben. Bis auf weiteres übernimmt der Bund nun keine Hermesdeckungen mehr für Geschäfte, die durch die BTA, die Astana Finance Bank oder die Alliance Bank besichert sind. Die generelle Anerkennung von kasachischen Banken musste aufgehoben werden. Zurzeit werden als Garanten bzw. Darlehensnehmer für Kreditgeschäfte im Rahmen von Obligohöchstbeträgen sowie für kurzfristige Geschäfte die folgenden zwei Banken anerkannt: Kazkommertsbank und Halyk Bank.
Quelle: AHV Nachrichten September 09

