Die belarussische Regierung hat die Lizenzpflicht für den Einzelhandel aufgehoben. Das berichtet das Nachrichtenportal „Naviny.by“. Marktteilnehmer bewerten diesen Schritt äußerst positiv, denn ein möglicher Lizenzentzug war für den Einzelhandel viele Jahre lang ein großer Risikofaktor. „Das ist eine richtige Entscheidung auf dem Weg zu einem fuktionierende Markt“, sagte Viktor Margelow, Vorsitzender des belarussischen Unternehmerverbandes. Nach seiner Aussage wurde die Drohung mit Lizenzentzug von Beamten der belarussischen Aufsichtsbehörden oft zur Gängelung und Schikane der Unternehmen genutzt.
Das neue Gesetz tritt ab dem 1. Januar kommenden Jahres in Kraft. Lizenzpflicht wird es in Zukunft nur noch für den Handel mit alkoholischen Getränken und Tabakwaren geben. Die Weltbank hat kürzlich in ihrem Bericht „Investing Across Borders“ bemängelt, dass das belarussische System der Lizenzvergabe ausländische Unternehmen daran hindert, in dem osteuropäischen land zu investieren.


