Öffnung der Strommärkte bringt Bewegung / Großer Nachholbedarf bei Wasserinfrastruktur
Bonn (GTAI) - Afrikas Potenzial an erneuerbaren Energiequellen ist immens: Gute bis sehr gute Sonneneinstrahlungswerte, Windenergie, vorwiegend in den Küstenregionen, und Erdwärme am ostafrikanischen Graben. Dem stehen magere Versorgungsbilanzen gegenüber: Mehr als 600 Mio. Menschen, die südlich der Sahara leben, haben immer noch keine Stromversorgung. Auch in den Bereichen Wasserversorgung und Abwasser hinkt Subsahara-Afrika deutlich hinterher.
Erneuerbare Energien sind der Schlüssel für eine bessere Stromversorgung in Afrika. Zunehmend mehr Länder verabschieden ehrgeizige Programme zur Diversifizierung des Energiemixes, drohen aber häufig an Kapitalmangel, an fehlenden Netzen und an administrativen Unzulänglichkeiten zu scheitern. Internationale Geber leisten hier Unterstützung. So haben sich auf dem letzten Klimagipfel im Dezember 2015 eine Gruppe von Industrieländern, darunter Deutschland, verpflichtet, bis 2020 die Summe von 10 Mrd. US$ zur Verfügung zu stellen.


