Daniela Honigmann leitet einen Fair-Trade-Laden in Prag. Dort setzt sie sich für das Prinzip des gerechten Handels ein
Schokolade mag fast jeder. Die wenigsten dürften sich aber damit beschäftigen, wie die süßen Tafeln entstehen. Seit viereinhalb Jahren versucht Daniela Honigmann in einem Prager Fair-Trade-Laden, ihre Kunden von einem gerechten Konsum zu überzeugen. Im Gespräch mit PZ-Redakteurin Franziska Neudert erklärt die Wahl-Pragerin, warum fairer Handel wichtig ist, wieso er es in Tschechien schwer hat und welche Schwachstelle das System aufweist.
Seit wann gibt es in Tschechien Fair-Trade-Läden?Das erste Geschäft wurde 2001 in Prag eröffnet, es heißt „Jeden svět“ („Eine Welt“, Anm. der Red.) und liegt in der Korunní-Straße in Vinohrady. Unseren Laden gibt es seit 2009. Zunächst waren wir in Žižkov, aber das lief nicht gut. Wir hatten nur an drei Nachmittagen pro Woche geöffnet und machten einen Umsatz von wöchentlich 2.000 Kronen, umgerechnet gut 70 Euro. Also zog der Laden der Ökumenischen Akademie – das ist die NGO, die hinter unserem Geschäft steht – 2010 nach Karlín um. Bei all den Bürogebäuden, Hotels und den vielen Familien gibt es dort wesentlich mehr Kundschaft. Einen Fair-Trade-Großhandel unterhielt die Ökumenische Akademie aber schon im Jahr 2004. Über diesen arbeitete sie mit Supermärkten, Schulen und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Da das Interesse zunahm, eröffnete die Akademie schließlich den Laden. Den Großhandel betreibt sie seit 2012 nicht mehr.
Weiterlesen unter: http://www.pragerzeitung.cz/index.php/home/wirtschaft/21497-es-geht-um-die-geschichten-hinter-den-produkten


