Fachleute sehen mittelfristig großes Potential
Brasilien bietet nach Angaben der Tageszeitung ´O Estado de São Paulo´ ein großes Wachstumspotential bei der Erzeugung von regenerativen Energien, z.B. aus Windenergie, Wasserkraft, Sonnenlicht und –wärme sowie Biomasse. In diesem Zusammenhang konnte in den vergangenen Monaten eine zunehmende Investitionstätigkeit besonders von europäischen Gesellschaften festgestellt werden. Zu diesen Unternehmen gehören Areva und Velcan Energia aus Frankreich sowie die spanische Gruppe Fortuny und Energias de Portugal (EDP).
Unter erneuerbaren oder regenerativen Energien versteht man solche, welche nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind. Im Gegensatz dazu steht z.B. der Abbau von fossilen Energiequellen wie Erdöl, die sehr viel schneller verbraucht als neu gebildet werden. In diesem Zusammenhang gewinnt Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. Ressourcen sollten nicht stärker beansprucht werden, als sie sich regenerieren können.
Die Europäische Union verpflichtete sich 2007 verbindlich, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 deutlich zu verringern und den Anteil erneuerbarer Energien auf durchschnittlich 20% zu erhöhen. Darüber hinaus gewinnt der internationale Handel mit CO2-Emissionsrechten zunehmend an Bedeutung.
Die zur portugiesischen Gruppe EDP gehörende Gesellschaft Energias do Brasil will im Amazonasland elektrische Energie u.a. aus Biomasse erzeugen. Darüber hinaus ist der Bau von Windparks geplant. Dazu wurde mit Enernova bereits ein neues Unternehmen gegründet. Die spanische Gruppe Fortuny gab Anfang 2008 den Bau von drei Windparks im Bundesstaat Rio Grande do Sul bekannt. Das Investitionsvolumen liegt bei US$ 500 Mio. Die Erzeugungskapazitäten sollen 200 MW betragen. Darüber hinaus beabsichtigt die Gruppe, zwei weitere Windparks im brasilianischen Nordosten zu errichten.
Quelle: Eine Gemeinschaftspublikation der Deutsch- Brasilianischen Auslandshandelskammern und der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai), Nr 11, 25 März 2008.


