In Indien wurden weitere Lockerungen für ausländische Direktinvestitionen in die Infrastruktur und Stadtentwicklungsprojekte beschlossen. Bislang mussten mindestens 0,5 km2 Grundstück erschlossen werden um eine Genehmigung für die Investition zu erhalten. Ab sofort können Grundstücke ab 0,2km2 erschlossen werden. Das Mindestkapital für Investitionen im Baugewerbe wurde von USD 10 Mio. auf USD 5 Mio. gesenkt. Zudem können Projektentwickler Gewinne bereits ab Projektende abschöpfen. Bisher konnte dies erst drei Jahre nach Projektrealisation erfolgen.
Die Grundstückspreise in den indischen Großstädten sind in den vergangen Jahren stark angestiegen, zudem sind freie Grundstücke Mangelware. Freiflächen von 0,5km2 sind in den indischen Metropolen kaum verfügbar. Mit der Reduzierung auf 0,2 km2 Mindestbebauungsfläche soll zum einen das (finanzielle) Risiko für ausländische Investitionen abgesenkt werden und ebenfalls Anreize für Investitionen in Indiens großen, mittleren und kleinen Städten geschaffen werden.
Obwohl bereits im Jahr 2005 ein Anteil von 100 Prozent an ausländischen Direktinvestitionen in der Stadtentwicklung möglich sind, sind die ausländischen Investitionen hier rückläufig. In den nächsten 10 Jahren plant Premierminister Narendra Modi 500 Städte mit über 100.000 Einwohnern zu entwickeln, darunter 100 Smart Cities.


