Westböhmischer Kurort buhlt um Touristen aus westlichen Ländern
Karlsbad (Karlovy Vary) plant die Einführung einer direkten Flugverbindung zwischen Düsseldorf und dem westböhmischen Kurort. Auch eine Verbindung von Karlsbad nach Tel Aviv in Israel könnte bereits dieses Jahr etabliert werden. Dies bestätigte Karlsbads Bürgermeister Petr Kulhánek am Mittwoch vor Journalisten.
Über beide Fluglinien wird derzeit noch verhandelt, sagte der stellvertretende Hauptmann des Karlsbader Kreises, Jakub Pánik (Sozialdemokraten). „Unser Ziel ist es, solche Bedingungen auszuhandeln, dass wir die Verbindungen nicht subventionieren müssen. Wir können beispielsweise niedrige Flughafengebühren anbieten. Wenn es den Reiseveranstaltern gelingt, die Flüge zu zwei Dritteln oder gar drei Vierteln zu füllen, dann würde sich das rechnen“, so Pánik.
Der Flughafen Karlsbad ist Eigentum des Karlsbader Kreises. Die Zahl der bisher dominierenden Fluggäste aus Russland ist aufgrund des sinkenden Rubel-Kurses und der Ukraine-Krise deutlich zurückgegangen. Die Kurmetropole bemüht sich deshalb verstärkt um Kurgäste aus Westeuropa. Neben Düsseldorf sind mittelfristig weitere Flugverbindungen in deutsche Städte geplant.


