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Griechenland

Frankfurter Entwicklungsbank unterstützt griechische Mittelständler


Trotz der hohen Nachfrage ist es für mittelständische Unternehmen in Griechenland zur Zeit sehr schwer und kostspielig Kredite von griechischen Banken zu bekommen, da sich diese über teure Notkredite der EZB refinanzieren müssen.

Der ursprüngliche Plan war es, mit Hilfe der Sparkassen ein griechisches Sparkassensystem zu entwickeln. Jedoch scheiterte diese Idee wegen Bedenken der Griechen gegen einen öffentlichen Bankensektor. Zudem wurde das deutsche Modell seitens der EU-Kommission eher skeptisch betrachtet.

Der Lösungsansatz gegen die mangelnde Kapitalisierung der griechischen mittelständischen Unternehmen ist nun eine deutsche Entwicklungsbank.

Die Frankfurter Procredit-Bank, deren Hauptaktionäre die staatliche KfW, die IFC (eine Tochter der Weltbank), eine niederländische Stiftung sowie die Frankfurter Beratungsgesellschaft IPC sind, unterstützt mittelständische Unternehmen in Thessaloniki.

Sie bietet seit November 2015 griechischen Betrieben Konten, auch für den Kapitaltransfer ins Ausland, an. Dieser kann dann im Vergleich zu griechischen Banken kostengünstiger angeboten werden. In diesem Monat sollen dann die ersten Kredite an kleine Unternehmen vergeben werden.

Durch eine Garantievereinbarung zwischen Procredit und dem Europäischen Investment Fonds können Kreditanträge bewertet und an letzteren weitergeleitet werden.

Dadurch wird es für griechische Unternehmen einfacher Fördergelder zu erhalten.

Die Procredit vergab bisher Kleinkredite an mittelständische Unternehmen in Lateinamerika und Osteuropa.

Der griechische Markt wird zunächst über die bulgarische Tochter erschlossen, jedoch wird auch eine Gründung einer Griechenland-Gesellschaft auf lange Sicht nicht ausgeschlossen.

Quelle: Handelsblatt