Frankreichs Markt für medizinische Hilfsmittel expandiert kräftig und lässt auch langfristig eine recht hohe Dynamik erwarten. Das reflektiert auch der Außenhandel. 2008 legte der Import um 14% auf über 920 Mio. Euro zu und der Export um 18% auf rund 1 Mrd. Euro. Während orthopädische Apparate die größte Importgruppe bildeten, verzeichneten künstliche Körperteile und Organe den größten Zuwachs (+78%). Die Branche zeigt Zuversicht, Frankreich zu einem bedeutenden Produktionsstandort zu entwickeln.
Die treibenden Wachstumsimpulse für den Hilfsmittelmarkt resultieren aus der hohen technischen Innovationskraft der Branche wie auch der zunehmenden Alterung der Gesellschaft. Die medizinisch-chirurgische Fachvereinigung Snitem schätzte den Markt 2006 im Zweig Orthopädie (Prothesen und Apparate) auf 938 Mio. Euro und im Zweig technische Hilfsmittel (Rollstühle, Hörprothesen) auf 778 Mio. Euro. Nach Branchenschätzungen liegt der Jahresbedarf an Hüftprothesen aktuell bei rund 120.000 und bei Knieprothesen bei 180.000 Einheiten und soll zukünftig um durchschnittlich rund 8% pro Jahr ansteigen....
Als Indikator für das hohe Wachstumspotential des Hilfsmittelmarktes lässt sich vor allem der Außenhandel betrachten, der in beiden Richtungen eine überaus hohe Dynamik zeigt. Der Import erhöhte sich 2008 (Januar bis November) im Jahresvergleich um beachtliche 14,3% auf 861 Mio. Euro. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr ergäbe sich ein Importwert von etwas über 925 Mio. Euro. Der Lieferanteil aus Deutschland belief sich 2008 auf 10,7%, damit leicht unter dem Vorjahreswert von 11,6%. Orthopädische Apparate und Vorrichtungen stellten 2008 mit einem Anteil von 29,8% den größten Einzelposten. An zweiter Stelle folgten künstliche Körperteile und Organe mit einem Anteil von 20,2%, die aber den mit Abstand stärksten Zuwachs zeigten (+77,6%).
Quelle: gtai
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