Tokyo (GTAI) - Japan sieht sich als Fahnenträger des Freihandels in der Region Asien-Pazifik. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Japan-EU Free Trade Agreement und der Ratifizierung des Trans-Pazifik-Abkommens von elf Ländern hat der japanische Premierminister Abe den nächsten regionalen Freihandelsdeal als Ziel im Auge, der sich mehr auf Ost- und Südostasien konzentriert. Seine Wirtschaftspolitik setzt auf Freihandel als einem Wachstumsmotor für Japan.
Japan und die Europäische Union (EU) haben am 17. Juli 2018 in Tokyo ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen unterzeichnet. Mit dem Inkrafttreten des Economic Partnership Agreement zwischen Japan und der EU wird 2019 gerechnet. Es wird gemessen am Anteil von circa 40 Prozent am Welthandel den gegenwärtig größten Freihandelsraum schaffen.
Freihandel steht weit oben in den außenpolitischen Zielen der japanischen Regierung, die den zunehmenden protektionistischen Tendenzen aus den USA entgegentreten will. Dementsprechend hat Japan ebenfalls den Abschluss des Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership (CPTPP) oder TPP-11 vorangetrieben. Als nächster Schritt sollen die Verhandlungen über eine Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP) in den Fokus rücken. Diese wird sogar 16 Länder umfassen.


