Die Slowakei reformiert ihre Abfallwirtschaft. Zum 1.1.16 tritt ein neues Gesetz in Kraft, das die Verantwortung der Hersteller und Importeure erweitert. Sie müssen sicherstellen, dass Verpackungen, Elektrogeräte, Batterien oder Reifen wiederverwertet werden. Dafür gründen sie kollektive Erfassungssysteme. Die Regierung hofft, dass die Abfallwirtschaft künftig mehr Mittel zur Verfügung hat, um die Deponiequote zu senken. Für einen höheren Recyclinganteil ist neue Technik nötig.
In der Slowakei landen noch immer zwei Drittel der Siedlungsabfälle auf Deponien. Recycling ist bislang eher die Ausnahme, nur 3% des Hausmüllaufkommens werden wiederverwertet. Damit gehört das Land zu den Schlusslichtern in Europa.
Doch der Druck der EU auf Bratislava wird größer, die Abfallwirtschaft zu modernisieren. Ein erster Schritt soll das neue Abfallgesetz sein, das zum 1.1.16 in Kraft tritt (Gesetz Nr. 79/2015 Z.z. vom 17.3.15). Darin ist eine erweiterte Herstellerverantwortung bei der Entsorgung von Verpackungsmüll, Elektrogeräten, Batterien, Fahrzeugen und Reifen vorgesehen. Ziel ist es, bis 2020 mindestens 50% der Hausmüllbestandteile Papier, Metalle, Kunststoffe und Glas wiederzuverwerten.


