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Griechenland

Griechenland - Verzögerte Zahlungen gehören zum griechischen Geschäftsalltag


Griechenland war zum Ende des Jahres 2019 auf einem sehr guten Weg raus aus der fast zehnjährigen Wirtschafts- und Finanzkrise. Jedoch folgte im letzten Jahr fast nahtlos die aktuelle Coronakrise und die griechische Wirtschaft rutschte erneut in eine Rezession.

Schätzungen nach erlitt die Wirtschaftsleistung einen Rückgang von ca. 9 Prozent. 

Der seit dem 7. November 2020 anhaltende zweite Lockdown erschüttert die reale Wirtschaft ein weiteres Mal. Die dadurch anhaltende Unsicherheit und eine nachlassende Nachfrage im In- und Ausland lassen die Umsätze einbrechen.

Viele Unternehmen beklagen eine unzureichende Liquidität. Fast 43 Prozent der griechischen Unternehmen können ihren Zahlungen gegenüber Kunden und dem Staat nicht rechtzeitig nachkommen. Die verspäteten Zahlungen der Geschäftspartner schmälern die Liquidität der Firmen. Diese Kettenreaktion trifft somit die gesamte griechische Wirtschaft.

Zur Sicherstellung der Zahlungen bestehen viele Unternehmen vermehrt auf Vorkasse.

Das fehlende Vertrauen in die Kreditwürdigkeit der Geschäftspartner lässt die Akzeptanz von Schecks als Zahlungsmittel stark sinken.

Das durchschnittliche Zahlungsziel für B2B-Transaktionen liegt aktuell bei 69 Tagen. Wenn der öffentliche Sektor involviert ist liegt dieses bei ca. 81 Tagen.

Für viele Unternehmen sind fristgerechte Zahlungen entscheidend für den Aufbau und die Aufrechterhaltung des Vertrauens gegenüber Lieferanten und Geschäftspartnern. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die Festlegung von Zahlungsfristen stark an der Bonität der Kunden orientiert. Die Dauer der bisherigen Geschäftsbeziehung und natürlich die Höhe der Transaktion sind ebenfalls entscheidende Faktoren.

Quelle: GTAI