Projekte für 10 Mrd SKK außerhalb Bratislavas bis 2008 geplant In derSlowakischen Republik besteht einheimischen Branchenkennern zufolge eingroßer Nachholbedarf an Einkaufs-, Vergnügungs-, Freizeit- undSportzentren. Internationale Studien belegen, dass das Land, gemessenan der Anzahl solcher Einrichtungen pro Einwohner, noch um ein gutesDrittel hinter den westeuropäischen Ländern zurückliegt. Doch derAufholprozess ist bereits voll im Gange. Viele Objekte befinden sich ineiner ersten Realisierungsphase, in der Projektierung oder noch in derPlanung. Besonders bei Handels- und Freizeitbauten bestehen, wie diezahlreich geplanten Projekte in nahezu allen Regionen der Slowakeizeigen, Einstiegschancen für Investoren und Zulieferer derBaustoffindustrie sowie der Bauausführung. In der Hauptstadt Bratislavaund ihrem Umland laden schon viele neue Einkaufs- und Erlebniszentrenzu einem Besuch ein. Ein Großobjekt befindet sich zz. noch im Bau. Aufdem Gelände des früheren Kaufhauses Prior (Stadtteil Ruzinov) entstehtfür rd. 2,3 Mrd SKK (rd. 60 Mio EUR, 1 EUR = 37,9 SKK) die größteslowakische Einkaufsmeile. Das „Yosaria Plaza Shopping Centre” wird 250bis 300 Geschäfte, mehrere Restaurants sowie Freizeit- undSporteinrichtungen beherbergen und soll im Herbst 2006 seine Pfortenöffnen. In der Hauptstadt und ihrem Speckgürtel sind - abgesehen vonden schon geplanten Einkaufszentren am Donau-Ufer und dem Bau vonHandelsobjekten vor dem Hauptbahnhof - in den nächsten Jahren kaum nochweitere Handelsoasen zu erwarten. In allen anderen Landesteilen aberist der Nachholbedarf an neuen Einkaufs- und Vergnügungszentren nochsehr groß. Allein die bis Ende 2008 beabsichtigten Projekte belaufensich auf ein Investitionsvolumen von gut 10 Mrd SKK (rd. 260 Mio EUR).So plant die Projekt- und Bauentwicklungsgesellschaft HB Reavis Group,die bereits die attraktive und jetzt noch erweiterte Einkaufs- undErlebnispassage „Aupark” in Bratislava gebaut hat, mittelfristig einlandesweites Netz von Einkaufs- und Vergnügungsmeilen des LabelsAupark. Ihr zweites Projekt mit einer Mietfläche von 24.000 qm in dernordslowakischen Stadt Zilina soll noch 2006 fertiggestellt werden. DieKosten für einen Supermarkt, 130 Fachgeschäfte und Büros sowie einMultikino gibt der Investor mit mindestens 1,5 Mrd SKK an. Unter denweiteren geplanten Aupark-Zentren in Ruzomberok, Nitra, Kosice, Trencinund Piestany sind die Projektvorbereitungen in den Städten Kosice undRuzomberok am weitesten vorangeschritten. Die Einkaufsmeile in Kosice,die einen Supermarkt (2.500 qm), weitere Handelsflächen (20.500 qm),Restaurants (1.000 qm), Vergnügungseinrichtungen (3.000 qm), einMultikino (3.800 qm) und ein 16etagiges Bürogebäude (14.000 qm)umfassen wird, kostet lt. HB Reavis Group 2 Mrd SKK. Die Kosten für dieErrichtung des Handels- und Vergnügungszentrums in Ruzomberok(Gesamtfläche: 9.000 qm) beziffert der Investor auf 700 Mio SKK. MitteSeptember 2005 erfolgte in Martin die Grundsteinlegung für das Handels-und Vergnügungszentrum „Tulip Center” (Mietfläche: 17.500 qm, darunter11.000 qm Einzelhandelsflächen). Investor des 520 Mio SKK teurenProjekts, das einen Supermarkt, 60 Geschäfte, Restaurants undRäumlichkeiten für eine aktive Freizeitgestaltung beherbergen wird undim September 2006 seiner Bestimmung übergeben werden soll, ist dieniederländische Radema Group. Das Unternehmen konzentriert sich inseiner Geschäftstätigkeit auf den Bau solcher Zentren in mittelgroßenStädten und will in Kürze über drei neue slowakischeInvestitionsstandorte eine Entscheidung treffen. In der viertgrößtenslowakischen Stadt Nitra erfolgte im Juni der Startschuss für ein 1,5Mrd SKK teures Handels- und Freizeitzentrum. Hinter dem Projekt „CentroNitra” stehen die Projektentwickler und Investoren Discovery Group(Großbritannien) und Deutsche Bank Real Estate Global Opportunities. Inder ersten, bis April 2006 geplanten, Bauphase ist die Errichtung einesHypermarktes und von 70 Geschäften vorgesehen (Gesamtfläche: 20.000qm). Die zweite Etappe umfasst den Bau von weiteren9.000 qm Flächen bis Ende 2006. Generallieferant für das Gesamtprojektist das Bauunternehmen Skanska SK. Die slowakische GesellschaftSlovakia Max, Trnava, plant bis Ende 2006 die Inbetriebnahme neuerHandels- und Erlebniszentren in den Stadtzentren von Trencin, Nitra undPoprad. Ihren ersten Handelskomplex mit Investitionen von 367 Mio SKKweihte sie im August 2004 in Trnava ein. Neue Projekte in weiterenmittelgroßen slowakischen Städten bereitet das Unternehmen gegenwärtigvor. Auf dem derzeit größten Bauplatz in Banska Bystrica entsteht naheder innerstädtischen Fußgängerzone das neue Handels- undVergnügungszentrum „Europa Shopping Center” (Europa SC). Generalmanagerdes 1,6 Mrd SKK teuren Projektes ist die neu gegründete Investitions-und Projektierungsgesellschaft Europa SC, Banska Bystrica. Das Zentrumsoll im Frühjahr 2006 eröffnet werden und umfasst einen Hypermarkt,einen Fachmarkt für Verbraucherelektronik, zahlreiche Fachgeschäfte undRestaurants sowie einen Sport- und Fitnesskomplex. In einer späterenBauphase ist vorgesehen, in unmittelbarer Nachbarschaft derEinkaufsmeile Europa SC eine Kongresshalle, ein Hotel, weitereSporteinrichtungen und eine Wohnanlage zu errichten. Den Bau vonObjekten für Sport- und Freizeitaktivitäten plant eine Reihe weitererInvestoren. So will ein bisher namentlich nicht genannterKapitalanleger in Rimavska Sobota einen Aquapark mit Thermalbassins,einem Hotel und einer Ferienhausanlage errichten. Ein italienischerInvestor hat angekündigt, 2006 nahe Zilina mit dem Bau eines Kultur-und Sportzentrums zu beginnen. Die Gesellschaft J&T plantInvestitionen von mehreren Milliarden Kronen in die Modernisierung undden Ausbau der touristischen Infrastruktur in den Urlauber- undSportzentren von Tatranska Lomnica und Strbske Pleso. DieStadtverwaltung von Bratislava bereitet zz. in Zusammenarbeit mitprivaten Investoren Projektvorschläge für die Errichtung eines 25.000qm großen Kultur- und Sportkomplexes in Bratislava vor. Die Vorschlägeschließen die umfassende Modernisierung eines Stadions ein.


