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Großprojekte sollen Lateinamerikas Verkehrsinfrastruktur aufpolieren


Bessere Wirtschaftslage treibt Investitionen an / Zahlreiche Schienenprojekte geplant / Von Edwin Schuh

Bogotá (GTAI) - Eine mangelhafte Transportinfrastruktur mindert die Wettbewerbsfähigkeit Lateinamerikas im Welthandel. Nachdem sich die Rohstoffpreise etwas erholt haben, wollen die meisten Länder nun wieder mehr investieren. Zu den größten aktuellen Infrastrukturvorhaben des Kontinents zählen Autobahnprojekte in Kolumbien, der neue Flughafen in Mexiko-Stadt sowie Metrolinien in Bogotá und Lima. Das Modell der Public-private-Partnerships (PPP) wird dabei immer häufiger angewendet.

Um bei der zunehmenden internationalen Konkurrenz wettbewerbsfähig zu sein, muss Lateinamerika dringend seine Verkehrsinfrastruktur verbessern. Oftmals sind die Transportkosten innerhalb des Kontinents so hoch, dass schon hier ein Nachteil entsteht. Wer etwa von Kolumbiens Hauptstadt Bogotá einen 20-Fuß-Container zum Hafen Cartagena schickt, muss dafür gemäß dem Preisvergleichsportal Freightos mindestens 3.000 US-Dollar (US$) zahlen, während der Weitertransport nach Shanghai oder New York dann nur noch die Hälfte davon kostet.

Der südamerikanische Rat für Infrastruktur und Planung COSIPLAN (Consejo Suramericano de Infraestructura y Planeamiento), geleitet von den Transportministern von zwölf südamerikanischen Staaten, setzt sich für Verbesserungen ein. In der letzten Aufstellung notwendiger Projekte listet der Rat 502 Vorhaben für die Verkehrsinfrastruktur auf, die Investitionen im Gesamtwert von 144 Milliarden US$ erfordern. Mehrere der aktuellen großen Infrastrukturprojekte finden sich im Schienenverkehr (Zugstrecken und U-Bahn-Linien). Hier hinkt der Kontinent noch besonders hinterher.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest