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Russland

Grünes Bauen gehört in Russland nicht zum Mainstream


Moskau (GTAI) - Grünes Bauen ist in Russland nur ein Nischenprodukt - und das seit Jahren. Das Thema kehrt aber immer wieder in die Diskussion zurück, meist wenn übergeordnete Stellen es anordnen oder wenn ausländische Architekten, Projektentwickler und Planer mit ökologischen Aspekten um Bauaufträge buhlen.

Die Regierung fordert von den ihr unterstellten Behörden und staatlichen Unternehmen, mehr für die Umwelt zu tun. Die Anforderungen an ökologisch nachhaltige Aspekte in der Projektierung und Bauausführung sind in Russland recht hoch, unter anderem durch die Regierungsverordnung Nr. 18 vom 25.1.2010. Seit 2013 muss auf die Rückführung nicht vollständig verbrauchter Energie und auf die Berücksichtigung erneuerbarer Energiequellen in der Planung geachtet werden - laut Gesetz Nr. 261-FZ "Über die Energieeinsparung und Energieeffizienz". Das Jahr 2017 wurde zudem offiziell zum "Jahr der Ökologie" erklärt.

Unter dem Strich muss Russlands Bauwirtschaft in punkto Energieeffizienz und Ökologie im internationalen Vergleich einiges nachholen. Dies gilt insbesondere für Technologie und praktische Erfahrungen. Zwischen Vorschriften und Umsetzung klaffen noch Welten.

Quelle: GTAI