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Republik Korea (Südkorea)

GTAI - Germany Trade & InvestEU-Südkorea – Freihandelsabkommen ist eine Erfolgsgeschichte


Das Freihandelsabkommen (FHA) zwischen der EU und Südkorea wird seit sechs Jahren angewendet. Es ist besonders aus europäischer Sicht eine Erfolgsgeschichte. Dies ergibt sich aus dem fünften Jahresbericht der EU-Kommission an das Europäische Parlament und an den Europäischen Rat.

Entwicklung des Warenhandels

Seit 30.6.2016 ist die letzte Stufe des vereinbarten Zollabbaus erreicht. Nahezu sämtliche Waren können seither zollfrei zwischen den Vertragsparteien gehandelt werden. Im Vergleich zu 2010, dem letzten Jahr vor der Anwendung des FHA, entwickelten sich die koreanischen Ausfuhren in die EU 2016 von 38,6 auf 41,4 Mrd. Euro. Die Ausfuhren der EU nach Korea stiegen kräftig von 28,0 auf 44,5 Mrd. Euro(+59%). Aus einem europäischen Defizit der EU von 11,6 wurde ein Überschuss von 3,1 Mrd. Euro. Allein die deutschen Ausfuhren stiegen von 10,3 auf 17,2 Mrd. Euro (+67%). Selbstverständlich hängt die Entwicklung von Warenströmen von vielen Faktoren ab und kann nicht allein mit dem Zollabbau erklärt werden. Die Daten legen aber nahe, dass das FHA funktioniert.

Nutzung der Zollpräferenz

71 Prozent aller EU-Ausfuhren erfolgten 2016 unter Nutzung der Zollpräferenzen aus dem FHA. Dabei gab es große Unterschiede unter den EU-Mitgliedstaaten. Am intensivsten wurden die Präferenzen von belgischen Exporteuren genutzt (87%). Malta machte mit nur 21% aller Ausfuhren nach Korea am wenigsten Gebrauch von dem FHA. Koreanische Exporteure nutzten die Zollpräferenzen für 87% aller Ausfuhren.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest