Die aktuelle Dynamik auf Serbiens Kfz-Markt gilt als direkte Folge der anziehenden Konjunktur. Der Fahrzeugmarkt konnte 2016 ein Plus von 18 Prozent auf fast 27.000 Neuwagenverkäufe vorweisen. Von Januar bis Mai 2017 wurden 11.464 Pkw verkauft, was im Vorjahresvergleich ein Verkaufsplus von 16 Prozent bedeutet. Bis zum Rekordergebnis aus dem Jahr 2008 mit mehr als 57.000 abgesetzten neuen Pkw ist es jedoch noch ein weiter Weg.
Preisgünstige Fahrzeuge sind in der Sparte Neuwagen am beliebtesten. Es werden in drei von fünf Fällen Kleinst-, Kleinwagen oder Pkw aus der Kompaktklasse von den Serben gekauft. Bei den Herstellern lagen Skoda, Fiat, Opel und VW in der Verkaufsstatistik vorne.
Insgesamt gilt Serbiens Fahrzeugmarkt als stark erneuerungsbedürftig. Mehr als 50% der genutzten Kfz sind älter als 15 Jahre. Dadurch bietet der Ersatzteilmarkt gute Chancen.
Die Motorisierungsrate belief sich in 2015 auf 231 Fahrzeuge je 1.000 Einwohner.
Im Zuliefererbereich gehören Kabelsysteme und Bordnetze, Gussteile für Motoren, Gummi- und Kunststoffteile, Schlauchsysteme sowie Bezüge und andere Teile für Sitze zu den Fertigungsschwerpunkten.
Die BRD stand 2016 bei den Zulieferungen aus dem Ausland mit lediglich 6,3% auf Rang drei. Dies liegt vor allem an der starken Stellung italienischer und polnischer Partner als Bezugsquellen für das serbische Fiat-Werk. Italien kam dabei auf einen Anteil von 35,1%, Polen auf Rang zwei auf 23,2% sämtlicher Einfuhren von Kfz-Teilen.
Das Exportgeschäft der in Serbien ansässigen Zulieferer wuchs 2016 mit einem Wert von 810 Millionen USD um 29,1% deutlich. Mit 71% sind die wichtigsten Erzeugnisse Zündkabelsätze. Die Abnehmer sind vorrangig aus Deutschland, der Slowakei und der Tschechischen Republik.


