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Ukraine

Hafenprojekt "Donuslaw"


Kiew sucht Investoren für das Hafenprojekt "Donuslaw"Grünes Licht für Planungs- und Bauarbeiten an einem neuen Seehafen aufder Krim hat im August 2005 der ukrainische Präsident Wiktor Juschtenkogegeben.Der künftige Umschlagplatz soll mittelfristig zur größtenTransportdrehscheibe auf der Schwarzmeer-Halbinsel ausgebaut werden.Die Baukosten sind in einer ersten Projektausschreibung mit 2,5 Mrd.EUR veranschlagt. Kiew strebt die Gewinnung ausländischer Investorenfür das Bauvorhaben an.NfA 8.9.05Hafenprojekt Donuslaw auf der Krim gewinnt KonturenDeutsche Ingenieurfirma soll Vorarbeiten leisten JALTA (DowJones/bfai)--Das wohl größte Einzelvorhaben auf der Krim, das auf derukrainisch-deutschen Informations- und Kontaktveranstaltung in Jaltaerörtert wurde, ist der Neubau eines Hafens „auf der grünen Wiese” ammit dem Schwarzen Meer verbundenen See Donuslaw im Westen derHalbinsel. Es war Präsident Wiktor Juschtschenko selbst, der den Baudieses Umschlagplatzes anordnete. Deutsche Firmen zeigten sich hochinteressiert und hoffen mit Planungs- und Bauaufträgen bedacht zuwerden. Um das 2,5-Mrd-Euro-Projekt eines Hafens undContainer-Ternimals bei Donuslaw kreisten viele Gespräche auf derVeranstaltung. Zwar nannte der Wirtschaftsminister der AutonomenRepublik Krim Igor Ogorodnik dieses Langfrist-Vorhaben „strategisch”.Es geistert bereits etwa seit dem Jahr 2000 durch die ukrainischen undausländischen Medien. Jedoch - bis es zu konkreten Baumaßnahmen kommt,wird noch längere Zeit verstreichen. Auftrieb könnte dem Projekt geradedie ukrainisch-deutsche Kontaktveranstaltung geben. Ogorodnikunterstrich die große Bedeutung des Vorhabens. Er verwies auf denErlass des Präsidenten der Ukraine vom 23.09.05 zur Schaffung diesesSeetransport- und Industriekomplexes. Bereits bis zum 23.11.05 müsseder Plan der zu ergreifenden Maßnahmen ausgearbeitet sein. DerWirtschaftsminister äußerte in der Pressekonferenz den Wunsch, eindeutsches Beratungsunternehmen in die Vorbereitungsphase amHafenprojekt einzubinden. Insbesondere wegen offener Fragenhinsichtlich der Auswirkungen des Projektes auf die Umwelt sollmöglichst eine solche Beratungsfirma beauftragt werden, die langjährigeErfahrungen bei der Realisierung derartiger Vorhaben auf der Grundlageder bestehenden EU-Rahmenbedingungen und EU-Anforderungen vorweisenkann. Das Hafenprojekt ist heftig umstritten. Das Komitee fürUmweltschutz der Krim habe noch keine Expertise über eventuelleUmweltschäden infolge des Hafenbaus erstellt, erklärte Mitte Septemberder Komitee-Vorsitzende Wladimir Ryshko in einem Rundfunk-Interview. Esgebe keine technische Begründung für das Projekt, und derExpertenbeschluss hänge von den Güterarten ab, die in dem Hafenumgeschlagen werden sollen. Überdies stehe die Bevölkerung der naheliegenden Ortschaften dem Projekt „negativ” gegenüber. Im Rahmen derVeranstaltung kam es zu einem Treffen des Wirtschaftsministers derAutonomen Republik Krim und der Planer des Projekts Donuslaw einerseitssowie einiger Vertreter deutscher Beratungs- und Bauunternehmenandererseits. Das Steppen-Neuland soll außer dem Hafen mit zwölfTerminals mit einem Flughafen, mit Straßen und mit einer 104 km langenEisenbahn bebaut werden. Der Äußerung des Vertreters einer deutschenIngenieurfirma zufolge gibt es bereits klare Vorstellungen sowohl überdie Güterarten als auch über die Umschlagmengen. Andere deutscheUnternehmer, die sich mit den Details der Planung vertraut machten,meinten jedoch, dass das Projekt zunächst von der örtlichen Bevölkerungakzeptiert werden müsse. Ihr müsse der Vorteil einer solchenHafenanlage unter Einhaltung aller Qualitäts- und Umweltnormen klarsein. Die Containerumschlag-Kapazität der Ukraine sei noch starkausbaufähig, sagte ein deutscher Firmenvertreter. Eine ganze Reiheeinschlägiger Hafenprojekte lasse erkennen, dass die Ukraine ihreverkehrslogistischen Vorteile im Schwarzmeerraum in die Praxis umsetzenwolle. Andere Projekte zur Entwicklung ukrainischer Häfen unterBeteiligung deutscher Betreiber, z.B. eines zur Erweiterungdes Massengüter-Umschlagterminals Jushny in der Region Odessa, seienbereits in Angriff genommen worden. In Jushny sei ein renommiertesdeutsches Bauunternehmen mit Tochtergesellschaft in der Ukraine tätig.Die Arbeiten würden bis Mitte 2006 abgeschlossen. S.N./NfA/3.11.2005Kontakt: Ministerrat der Autonomen Republik Krim Prospekt Kirowa 13UA-95005 Simferopol Tel.: 38-0652/27 42 10, -27 61 85 E-Mail:sovmin@ark.gov.ua Internet: www.crimea-portal.gov.ua/