Derdeutsche Handel mit Mittel- und Osteuropa hat im Jahr 2006 mit über244,6 Mrd. Euro ein neues Rekordniveau erreicht. Rund 15 Prozent desgesamten deutschen Handelsumsatzes entfallen damit auf Mittel- undOsteuropa.
Im Vergleich dazu betrug der Anteil amHandelsumsatz mit den USA 7,8 Prozent (126,5 Mrd. Euro) und China 4,7Prozent (76,2 Mrd. Euro). Der Warenaustausch mit den Ländern Mittel-und Osteuropas stieg im letzten Jahr mit 24 Prozent stärker als derHandel mit China, den USA oder Westeuropa, teilt der Ost-Ausschuss derDeutschen Wirtschaft in einer aktuellen Pressemeldung mit.
Russland konnte den ersten Platz im deutschenHandel mit Mittel- und Osteuropa weiter ausbauen: sowohl die deutschenEinfuhren aus Russland in Höhe von 30,2 Mrd. Euro als auch diedeutschen Ausfuhren nach Russland in Höhe von 23,4 Mrd. Euro stiegendeutlich an mit jeweils mehr als 35 Prozent. Bei den Einfuhren ausRussland dominierten weiterhin Erdöl und Erdgas sowie Rohstoffe, beiden deutschen Ausfuhren lagen Maschinen, Kraftwagen und Kraftwagenteilesowie chemische Erzeugnisse vorn.
Auch das Handelswachstum mit den neuenEU-Beitrittsländern war von Dynamik gekennzeichnet. Der Warenaustauschmit Rumänien stieg um 31,3 Prozent auf 11,6 Mrd. Euro, mit Bulgarien um24,1 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro, mit der Ukraine um 32,6 Prozent auf 6,2Mrd. Euro. In der Region Zentralasien stieg vor allem der Handel mitKasachstan überdurchschnittlich (plus 31,8 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro).
Reinhard Wagner, E-Mail: wagner@hannover.ihk.de
28.02.2007
Letzte Änderung: 06.03.2007 durch Nicole Fahlbusch


