Serbien hat seit März 2012 den Status eines EU-Beitrittskandidaten inne und strebt den EU-Beitritt mittelfristig an. Anfang 2014 wurden die offiziellen Verhandlungen in Gang gesetzt, was im Dezember 2015 in die sogenannte Eröffnung der ersten beiden Verhandlungskapitel des Acquis mündete.
Die Verflechtung von EU und Serbien ist schon jetzt stark ausgeprägt. 2015 entfielen nahezu 64% des serbischen Warenaustauschs im Außenhandel auf die EU-28 - gut 62% der Einfuhren und annähernd 66% der Ausfuhren.
Mit einem Umsatz von gut 3,5 Mrd. Euro war Deutschland 2015 Serbiens zweitwichtigster Handelspartner nach Italien. Dagegen belegte Serbien in der deutschen Rangfolge 2014 bei den Einfuhren den 60., bei den Ausfuhren den 61. Platz.
Die BRD bezieht aus Serbien vor allem elektrotechnische Ausrüstungen, Kabelbäume und Bordnetzsysteme sowie verschiedene Früchte. Serbien erhält aus Deutschland vorwiegend Komponenten für Elektrotechnik und Kfz-Elektrik sowie Pkw.
Das Interesse an Deutschland ist groß, was eine Erleichterung beim Knüpfen wirtschaftlicher Handelsbeziehungen bedeutet. Gleichzeitig bleibt vielen Serben aber auch die traditionell enge Beziehung zu Russland wichtig.


