Russland ist in den vergangenen Monaten politisch wie wirtschaftlich in eine komplizierte Situation geraten. Eine sich seit 2012 ankündigende Wirtschaftskrise wird durch Ölpreisverfall und die Wirtschaftssanktionen im Zuge der Ukraine-Krise verstärkt. Die russische Wirtschaft erleidet derzeit einen Einbruch, der mit der Krise von 2009 vergleichbar ist.
Die russische Politik versucht, mit Programmen für den Aufbau lokaler Produktion gegenzusteuern. Die heimische Industrie wird zum Teil mit Subventionsprogrammen unterstützt. Wesentlich deutlicher sind aber die Bestrebungen, heimischen Produkten einen Vorzug vor ausländischen Produkten zu verschaffen. Zum 1. Juli 2015 ist das Gesetz über Industriepolitik (FZ 488) in Kraft getreten. Dieses Gesetz kehrt die Prinzipien der bisherigen Regelung des Einkaufs durch Staatsunternehmen um: Während bisher aus- und inländische Waren gleichberechtigt konkurrierten, gilt jetzt eine generelle Präferenz für inländische Waren. Das hat weitreichende Folgen für ausländische Marktteilnehmer ohne Produktionsstandorte in Russland.
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