Von Januar bis September 2021 wurden in Polen 347.300 neue PKWs angemeldet – um 17,7% mehr als im gleichen Zeitraum im Jahr 2020. Es ist allerdings um 15,5% weniger als in den gleichen drei Quartalen im Jahr 2019.
Der aktuelle Anstieg ist auf die höhere Anzahl neuer PKWs mit alternativen Antriebsarten zurückzuführen. Bis September 2021 wurden in Polen 114.100 solche PKWs verkauft, das sind auf Jahresbasis um 131,1% mehr Fahrzeuge. Es werden auch mehr Lieferwagen, LKWs, Anhänger und Auflieger, Busse und Motorräder angemeldet. Andererseits verzeichnen die Automobilwerke in Polen schlechte Ergebnisse in Bezug auf die Anzahl der produzierten Fahrzeuge. Bis September 2021 wurden in Polen insgesamt 300.700 Fahrzeuge hergestellt, somit um 7,6% weniger als im Vorjahr. Der größte Rückgang von 18,3% wurde in der Produktion von Bussen verzeichnet.
Obwohl die Angaben zu den Fahrzeugzulassungen für die drei Quartale 2021 immer noch gut sind, ist die allgemeine Lage der Automobilbranche in den letzten Monaten 2021 schlecht. Der Grund dafür sind Halbleiter-Lieferengpässe, was sich in den Rückgängen der Fahrzeugproduktion widerspiegelt. Leider wird die Lage immer schlechter und es ist zu erwarten, dass die Produktion weitere Rückgänge in allen Fahrzeugkategorien verzeichnen wird und somit auch weniger Fahrzeuge angemeldet werden. Im Moment ist es schwer zu sagen, wann die Krise endet. Alles deutet darauf hin, dass sie sogar bis Ende 2022 dauern kann – so Jakub Faryś, Präsident des Polnischen Automobilindustrieverbands.
Quelle: Quartalsbericht des Polnischen Automobilindustrieverbands (PZPM) und KPMG in Polen „Automobilbranche“, Ausgabe Q4/2021, 04.11.2021


