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Mexiko

In Mexiko surft man unterwegs bald schneller


Neues Netz für das mobile Internet wird aufgebaut / Weitere Ausschreibungen in Planung / Von Florian Steinmeyer

Mexiko-Stadt (GTAI) - In Mexikos Mobilfunksektor soll ein neues Netz im 700-MHz-Band die Abdeckung in ländlichen Gegenden verbessern. Zudem bauen die Telekomanbieter ihre Netze in höheren Frequenzbereichen aus. Die Mobilfunkunternehmen stehen vor der Herausforderung, dass immer mehr Internetnutzer in ihre Netze drängen und zudem höhere Geschwindigkeiten auf 4G-Niveau fordern. Deutsche Technologieanbieter können als Auftragnehmer der Systemintegratoren zum Zuge kommen.

Mexiko baut die Infrastruktur für das mobile Internet aus. Mitte November 2016 wurde der Bau eines neuen Netzes im 700-MHz-Band (Red Compartida) für 8 Mrd. US$ als PPP an das Konsortium Altán vergeben. Es soll künftig das Rückgrat des mobilen Internets bilden und richtet sich an Großkunden wie Internet- und Kommunikationsanbieter. Die Abdeckung mit mobilem Breibandinternet wird voraussichtlich von aktuell 73% auf rund 92% der Bevölkerung im Jahr 2023 steigen. Rund ein Drittel des Netzes soll laut Eugenio Galdón, Präsident von Altán, bereits 2018 in Betrieb gehen. Dafür will das Konsortium binnen eines Jahres 3.000 Funktürme aufstellen, so Galdón weiter.

Zu Altán gehören Kapitalgeber wie Morgan Stanley und die Weltbank sowie, von technischer Seite, die mexikanischen Internet- und TV-Anbieter Axtel (Grupo Alfa) und Megacable. In der Vergangenheit kamen beim Netzausbau unter anderem Nokia Networks, NEC, Cisco, Ericsson, Huawei, ZTE und Juniper Networks zum Zuge. Sie integrierten dabei zum Teil auch Lösungen von Drittanbietern. Damit sind sie mögliche Auftraggeber für spezialisierte Hersteller von IT- und Kommunikationsausrüstung.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest