Industrieproduktion erhöht sich im zweiten Quartal um 5,8%
Marktbeobachter erhöhen Prognosen für BIP-Wachstum in diesem Jahr auf ca. 5%
Die Industrieproduktion konnte im zweiten Quartal 2007 um beachtliche 5,8% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres zulegen. Die Hersteller von Kapitalgütern hatten einen entscheidenden Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung. Marktbeobachter gehen inzwischen davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr bei etwa 5% liegen könnte, die Prognosen wurden entsprechend erhöht.
Zum Anstieg der Industrieproduktion hatten die günstigen wirtschaftlichen Rah-menbedingungen beigetragen. Dazu zählten vor allem das niedrigere Zinsniveau, reale Lohn- und Gehaltszuwächse sowie die Schaffung von neuen Stellen auf dem Arbeitsmarkt. Auch die Zunahme bei den Kreditvergaben sowie die längeren Rücklaufzeiten hatten zur Steigerung der Industrieproduktion beigetragen. Nach einer Untersuchung von MB Associados konnten in über 80% der 76 untersuchten Subsektoren Produktionssteigerungen im zweiten Quartal 2007 erzielt werden. Dies zeige, dass das Wachstum der Industrie auf einem breiten Fundament stehe. Die Hersteller von Kapitalgütern steigerten ihre Produktion kumuliert bis Juni 2007 um beachtliche 16,7% gegenüber der Vorjahresperiode. Dies wird von Fachleuten als Indiz gewertet, dass die Unternehmen zunehmend in die Erweiterung ihrer Produktionskapazitäten investieren. Auch die Importe von Maschinen und Anlagen konnten in diesem Zusammenhang hohe Zuwachsraten verzeichnen. Die Bank HSBC hat ihre Prognosen für das BIP-Wachstum in diesem Jahr inzwischen von 4,7% auf 5,1% angehoben. Bradesco erwartet, dass das Wirtschaftswachstum bei 5,2% liegen wird. Die ursprüngliche Schätzung lag bei 4,9%. Octavio de Barros, Chefökonom der Bradesco, hob hervor, dass die Investitionstätigkeit der Unternehmen sowie der private Verbrauch auch im zweiten Halbjahr 2007 zu weiteren Produktionssteigerungen der Industrie beitragen werden.
Quelle: Gemeinschaftspublikation der Deutsch- Brasilianischen Auslandshandelskammern und der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai)


