Die Wirtschaft von Mazedonien kann 2014 voraussichtlich mit einem im europäischen Vergleich deutlichen Wachstum rechnen. Prognosen in- und ausländischer Institutionen gehen für das Jahr 2014 von einem BIP-Plus von 3,0 bis 3,7% aus; Importe von Waren und Dienstleistungen werden für das Jahr 2014 mit einem Wachstum zwischen 6,6 und 7,4% prognostiziert.
Das Exportgeschäft in die EU mit dem Lieferschwerpunkt Deutschland floriert. Zudem verleihen mehrere Erneuerungs- und Ausbauprojekte für Verkehrswege den Investitionen einigen Schwung – ebenso wie mehrere Vorhaben im Energiesektor. Impulse für den privaten Konsum kommen von dem hohen Interesse an Verbraucherkrediten.
Wichtige Impulse stammen von den Exporten. Deren Zunahme geht vor allem auf die steigende Produktion einiger bereits vor Ort tätiger exportorientierter Unternehmen mit zumeist ausländischem Hintergrund sowie den erwarteten Zuzug weiterer Investoren im verarbeitenden Gewerbe zurück.
Die in den Technological-Industrial Development Zones tätigen Unternehmen gelten als einer der Hauptträger des Wachstums im lokalen verarbeitenden Gewerbe.
Neben der Lage auf dem Arbeitsmarkt (offizielle Erwerbslosenquote im 1. Quartal 2014 bei 28,4%) bestehen einige weitere potenzielle Risiken für die aktuelle Wirtschaftsentwicklung. Dazu gehören unter anderen mögliche Probleme beim Absatz mazedonischer Exportprodukte, die von einer eventuellen Abschwächung der Konjunktur in der Eurozone herrühren könnten. Die Nationalbank des Landes weist in einer Analyse zudem auf einen gewissen inflationären Druck hin sowie die Notwendigkeit, den Anstieg öffentlicher Schulden deutlich zu drosseln.


