Die Verwaltung der belarussischen Hauptstadt Minsk bereitet eine internationale Ausschreibung zur Gewinnung von Investoren für die Entwicklung des Wohn- und Geschäftsviertels Minsk-City vor. Wie das Nachrichtenportal "Nov-ost.info" berichtet, wird von den Behörden derzeit die Unterlagen für die geplante Ausschreibung ausgearbeitet. Medienberichten zufolge gibt es neben der russischen Projektgesellschaft Inteko, die im Juni erste Gespräche in Minsk geführt hat, bereits weitere Interessenten. So sollen Investoren aus China, dem Iran, Katar und der Türkei ein Engagement in Erwägung ziehen.
Im Rahmen des Projekts Minsk-City ist die Bebauung eines insgesamt 318 ha großen Areals auf dem Gelände des Flughafens Minsk-1 südlich des Stadtzentrums mit Wohn-, Büro- und Einzelhandelsimmobilien mit einer Gesamtfläche von rund 3,5 Mio qm vorgesehen. Dazu soll der nur noch sporadisch genutzte Airport endgültig geschlossen und die dort ansässige Flugzeugwerft Minskij Awiaremontnyj Zawod auf den außerhalb gelegenen Flughafen Minsk-2 verlegt werden. Die Projektgesellschaft für die Entwicklung der Minsk-City wird bislang zu 85% von dem russischen Gaskonzern Itera kontrolliert, der ursprünglich rund 2,5 Mrd EUR in das Projekt investieren wollte. Aufgrund der erheblichen Verzögerungen bei der Umsetzung des Großvorhabens wurde Anfang dieses Jahres jedoch die Auflösung des Ende 2007 mit Itera unterzeichneten Vertrags beschlossen.


