Bauboom macht immer neue Kapazitätsanpassungen notwendig / Ausländische Unternehmen nutzen Chancen
Der Bauboom in Bulgarien geht inzwischen in sein fünftes Jahr. Auch für 2007 wird eine zweistellige Zuwachsrate erwartet. Nach einer aktuellen Untersuchung von Eurostat zeigte die bulgarische Bauwirtschaft zwischen 2000 und 2006 das viertgrößte Wachstum aller EU-Staaten nach Litauen, Estland und Lettland. Die stark steigende Nachfrage nach Baustoffen, die in einigen Bereichen nur noch über höhere Importe befriedigt werden kann, hat gerade in den letzten Monaten zu zahlreichen Neuinvestitionen geführt. Vor allem die Ausländer investieren derzeit kräftig.
Größtes Projekt im Baustoffbereich sind zur Zeit die Modernisierung und der Ausbau der Zementwerke Devnja Ciment in Devnja. Die zweitgrößte Zementgruppe in Bulgarien, die Schweizer Holcim Group, hat bereits ein wenig früher auf die Marktlage reagiert. Mit 26,5 Mio. Euro modernisierten die Schweizer 2006 die gesamte Ofenanlage in ihrem bulgarischen Zementwerk in Beli Izvor.Neue Investitionen gibt es auch im Gipsbereich. Hier sind in den letzten Wochen vor allem die beiden Marktführer Knauf und Technogips aktiv geworden. Betonblöcke und Betonplatten für Gebäude und Gebäudeabgrenzungen will die bulgarisch-mazedonische Gesellschaft Sofurban künftig in Bulgarien produzieren. Hauptmotiv ist nach Angaben der Firma ebenfalls der boomende Baumarkt, der eine erheblich gestiegene Nachfrage nach derartigen Erzeugnissen bedingt.Auch die deutsche Firma Henkel wird in Zukunft ihre Trockenmischungen der Marke Ceresit mit den Schwerpunkten Bauwerksabdichtung, Fliesenverlegung, Bodensanierung und Oberflächenschutz in Bulgarien herstellen. Die Fabrikation von Ziegeln und Dachziegeln bleibt als Folge der anhaltend guten Baukonjunktur immer weiter hinter dem Bedarf zurück. Quelle: bfai


