Zwanzig Jahre lockere Geldpolitik haben von Japans Regionalbanken einen hohen Tribut gefordert. Das hat auch Relevanz für Deutschland, wie ein deutsche Analyse zeigt. Die Bankensysteme ähneln sich: Japans Regionalbanken grenzten ihre Geschäftsbereiche einst nach Präfekturen ab und vergeben bis heute vor allem Kredite an kleine und mittlere Unternehmen in ihrem Einzugsbereich – wie viele deutsche Sparkassen.
Die expansive Geldpolitik habe zwei Wirkungen auf den Bankensektor gehabt, heißt es in der Analyse: Einerseits stabilisierte sie den Sektor, weil schwache Unternehmen überlebten und dadurch Kreditausfälle verhindert wurden, andererseits drückte sie die Margen im Kredit- und Anlageschäft der Banken. Dazu kam ein demografischer Faktor: Junge Leute wanderten ab. Die Zahl der kleinen Regionalbanken sank von 68 auf 41 Die Zahl der Genossenschafts-Banken (Shinkin), die keinen Gewinn erzielen wollen, sackte um fast die Hälfte auf 264.


