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Tschechische Republik

Kabinett beschließt, Solar-Anlagen auf Ackerflächen nicht mehr zu fördern


Die tschechische Regierung hat beschlossen, den Bau von Solar-Anlagen auf Ackerflächen nicht mehr finanziell zu unterstützen. Bei der Regierungssitzung am Mittwoch stimmten die Minister für eine entsprechende Änderung des Gesetzes zur Unterstützung alternativer Energie. Die Regelung soll zu Beginn kommenden Jahres in Kraft treten und den derzeitigen Boom in der Solarenergie abdämpfen.
 
Der tschechische Energieriese ČEZ hatte gewarnt, dass der Solar-Boom wegen der hohen Einspeisevergütung die Strompreise im kommenden Jahr um rund 20 Prozent nach oben treiben könne. Die tschechische Regierung sucht daher nach Maßnahmen, um den Strompreissteigerungen entgegenzuwirken. Die Änderung des Gesetzes zur Unterstützung alternativer Energie sei nur ein erster Schritt, wie Premier Nečas sagte.
 
Allein im August waren in Tschechien Solaranlagen mit einem größeren Leistungsumfang installiert worden als im ganzen Jahr 2008. Derzeit liegt die Gesamtleistungskraft der Solaranlagen hierzulande bei rund 700 Megawatt, das entspricht einem Drittel des Atomkraftwerkes Temelín. Den Solarboom verursacht hat die hohe und unflexible Regelung zur Einspeisevergütung von Sonnenstrom in Tschechien bei gleichzeitigem Verfall der Kosten zur Errichtung von Sonnenkollektoren.
 

Quelle: Wirtschaftsnachrichten des Osteuropa Guide