direkte Bereichesauswahl

Südafrika

Kapazitätsengpässe erzeugen Importboom in Südafrika


Hoher Bedarf im Bausektor - Deutschland bleibt wichtigster Handelspartner

Das Medieninteresse ist bereits enorm. Für Südafrika steht bei derAusrichtung der Fußball-WM 2010 viel auf dem Spiel. Das Land am Kapwill sich als verlässlicher Partner und attraktiverInvestitionsstandort empfehlen. Der Staat stellt Milliarden für denAusbau der Infrastruktur bereit. Doch die südafrikanische Industriearbeitet ohnehin schon am Limit. Die Kapazitätsengpässe ließen dieImporte um zuletzt 24% hochschnellen.

Der südafrikanische Staat stellt allein für den Neu- und Ausbau vonSportstätten 2,7 Mrd. Euro zur Verfügung. Auch für die zahlreichenBauvorhaben muss importiert werden. Deutschland als der wichtigsteHandelspartner Südafrikas profitiert hiervon besonders. Die Regierungder Kaprepublik muss sich schwierigen Herausforderungen stellen. Dazuzählen die Bekämpfung der hohen Kriminalitäts- und Aidsrate (22% derBevölkerung sind mit dem HI-Virus infiziert) sowie die Reform desBildungssystems.

Deutschland ist der wichtigste Handelspartner für Südafrika. DerExport aus der Bundesrepublik überstiegt 2006 mit 7,4 Mrd. US$ dieLieferungen nach Brasilien und Indien deutlich. Bei denWM-Vorbereitungen kommt es zu einem massiven Import von ausländischemund insbesondere deutschem Know-how. Die Stadien in Kapstadt, PortElizabeth und Durban zum Beispiel gehen auf Entwürfe deutscherArchitekten zurück.

Die Nachfrage in der südafrikanischen Baubranche nach Zement istenorm: Nachdem der Bedarf zwischen 2001 und 2006 schon um über 50%gewachsen ist, erwarten Experten bis 2010 einen weiteren Anstieg umetwa 30% auf insgesamt 17 Mio. jato. Es könnte noch rascher vorangehen.Im März 2007 erreichte der Monatsumsatz bereits 1,4 Mio. t. DieProduktionskapazität für Zement beträgt in Südafrika derzeit rund 14Mio. jato.

Der Lieferboom in der Bauwirtschaft steht beispielhaft für den Importsog, den die südafrikanische Wirtschaft derzeit erzeugt.

Quelle: bfai 08/2007