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Griechenland

Kapitalverkehrskontrollen bleiben vorerst bestehen


Frühestens im 2. Halbjahr 2016 rechnet die Geschäftswelt mit einem Ende der Restriktionen in Griechenland. Weitere Kapitalabflüsse müssen um jeden Preis verhindert werden. Die Liquidität der Kredithäuser ist weiterhin unzureichend und das Problem der notleidenden Kredite ungelöst.

Trotzdem hoffen die Unternehmen auf weitere Lockerungen ab 2016, besonders nach der abgeschlossenen Rekapitalisierung der Banken.

Mittlerweile warten die Griechen nur noch ca. zwei Wochen, um eine Erlaubnis für eine Auslandsüberweisung zu erhalten. Die Wartezeit im Sommer betrug noch einen Monat.

Maximal 150.000,- EUR darf eine griechische Firma pro Tag ins Ausland überweisen. Oft werden Rechnungsbeträge kumuliert, um den aufwändigen Genehmigungsaufwand zu minimieren.

Bei kleineren Summen bis 10.000,- EUR kommt es selten zu Verzögerungen.

Zahlreiche Unternehmen nutzen Auslandskonten für ihre Transaktionen, um den Restriktionen zu entgehen. Viele Firmen hatten vorgesorgt und bereits vor der Einführung der Kapitalkontrollen Konten außerhalb Griechenlands eröffnet.

Oft zeigen sich die Lieferanten aus dem Ausland verständnisvoll gegenüber guten Kunden. Die Geschäftspartner erhöhten beispielsweise die Kreditgrenzen und verlängerten die Zahlungsfristen.

Quelle: www.gtai.de