Konsumenten sind weiterhin zurückhaltend / Von Edwin Schuh (April 2019)
São Paulo (GTAI) - Der Konsum steigt nach überstandener Krise wieder, jedoch nur zögerlich. Die hohe Arbeitslosigkeit und das geringe Wirtschaftswachstum drücken auf die Kaufkraft der Brasilianer.
Kaufkraft: Einkommen steigen, leiden aber unter schwachem Real
Das durchschnittliche Monatseinkommen lag 2018 Angaben des Statistikamtes IBGE zufolge bei umgerechnet 376 US-Dollar (US$). Damit ist das Einkommen gegenüber 2017 um 8,3 Prozent gestiegen, stärker als die Inflationsrate (3,75 Prozent). Im regionalen Vergleich ist das Einkommen in Brasilien etwas höher als in Mexiko und Kolumbien, aber deutlich geringer als in Chile und Argentinien.
Zur Oberschicht und oberen Mittelschicht (Einkommensklassen A,B) wurden 2018 rund 48 Millionen Personen gezählt (2008: 33 Millionen), so das Marktforschungsinstitut Locomotiva. Dies entsprach 23 Prozent der Gesamtbevölkerung. Rund 51 Prozent gehörten zur Mittelschicht C (106 Millionen Brasilianer, 2008: 92 Millionen), die vor allem im Nordosten und Südosten ansässig ist. Die unteren Einkommensschichten D und E umfassten 54 Millionen Personen (2008: 67 Millionen). Damit gehört rund ein Viertel der Brasilianer zur ärmeren Bevölkerung.
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