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Kernkompetenz Kasachstan und Russland - Emissionsgewinne an der Frankfurter Börse


An der Frankfurter Börse ist erstmals ein Ölwert mit Kerngeschäft inRussland und Kasachstan notiert. Die Aktie lockt Investoren.Erstmalig können deutsche Aktienanleger an der FrankfurterWertpapierbörse direkt am Ölboom in Kasachstan und Russlandpartizipieren und ihre Euros zu geringen Transaktionskosten und ohneWechselkurs- und Liquiditätsrisiko in die Aktie einer vor Ort tätigenFirma investieren. Seit dem 4. Mai ist die österreichische C.A.T. OilAG, eine der führenden Ölfeld-Service-Anbieter in Russland undKasachstan, in Deutschland börsennotiert. Das Unternehmen beschäftigt2.200 Mitarbeiter. Das Gros davon ist in Russland und Kasachstan tätig.Catoil weist einen Jahresumsatz von 150 Millionen Euro aus. DasUnternehmen wirbt in seinem Internetauftritt mit dem Symbol einesdynamischen Tigers und „etablierten Geschäftsbeziehungen in Russlandund Kasachstan.“ Die Catoil-Teams wüssten genau, wie mit dem hartenKlima, dem kulturellen Umfeld und dem anspruchsvollen Markt umzugehensei, um exzellente Ergebnisse zu erzielen, so die Eigenwerbung. Bisherüberzeugte die Aktie und das dahinter stehende Geschäftsmodell dieAnleger. Trotz des schwierigen Umfeldes für Neuemissionen wollten sichmehr Investoren die Aktie ins Depot legen, als das Angebot hergab.Catoil hätte viermal so viel Aktien in Frankfurt platzieren können. DieEmission war vierfach überzeichnet, wenn auch ihr Ausgabepreises von 15Euro am oberen Ende der vorbörslichen Bewertungsspanne, der„bookbuilding“-Spanne, rangierte. Der erste Börsenpreis lag bei 17,20Euro, rasch kletterte der Kurs bis auf 20 Euro. Kurzfristig orientierteSpekulanten konnten hohe Gewinne verbuchen. Derzeit wird dieCatoil-Aktie für etwa 18 Euro gehandelt.Gute Marktposition – wenig Transparenz„Als erste Ölfeld-Service-Aktie im „Prime Standard“ der FrankfurterWertpapierbörse wollen wir unseren Beitrag leisten, um diesenzukunftsträchtigen Sektor weiter in das Blickfeld derKapitalmarktöffentlichkeit zu rücken“, so der Vorstandsvorsitzende derCatoil, Manfred Kastner. Auf lange Sicht will man vom „Prime Standard“genannten Qualitätssegment als erste Ölaktie in den nochprestigeträchtigeren Aktienindex M-DAX der Deutschen Börse aufsteigen.Dafür muss die Catoil-Aktie noch an Wert zulegen und sich ihrStreubesitzanteil erhöhen. Potenzial für Kursgewinne ist im boomendenÖlsektor vorhanden. Laut Kastner vor allem für seine Firma. „In unserenZielmärkten Osteuropa und Asien gibt es mittlerweile eine Vielzahl vonÖlvorkommen, bei denen die Förderung mit modernen Methoden stimuliertwerden muss, um die Rohstoffe schneller und besser fließen zu lassen.Wir rechnen damit, dass mit der zunehmenden Ausschöpfung der Öl- undGasreserven die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen weiter steigenwird.“ Zu den Kunden der seit 1993 in Russland und seit drei Jahren inKasachstan tätigen Catoil zählen führende kasachische und russischeEnergiekonzerne wie KazMunaiGaz, Gazprom, Lukoil oder TNK-BP. Trotzglänzender Geschäftsaussichten stören sich bisher einige Investoren ander fehlenden Transparenz im Umfeld der Catoil. Die Firma gehört einerHolding mit Sitz in Zypern, die wiederum in Besitz einer weiterenzypriotischen Holding ist, über deren Eigentümer man wenig weiß undlange Geheimniskrämerei betrieben wurde. Böse Zungen werfen Catoilzuviel Anpassung an das kulturelle Umfeld ihrer Kernmärkte vor. DerGang auf das Börsenparkett in Frankfurt kann Abhilfe schaffen, denn dieBörsennotierung bringt Zulassungs- und Folgepflichten in Bezug auf dieFirmentransparenz mit sich. Die Deutsche Börse verlangt von iminternationalen Prime Standard-Segment gelisteten Firmen die Einhaltungvon Transparenzkriterien. Im M-Dax, dem Auswahlindex der 50 größtenAktienwerte des „Prime Standards“, wo die Catoil hin will, sind dieAnforderungen an die Firmentransparenz, und dies vor allem vonAnalystenseite, noch höher.19/05/06 Deutsche Allgemeine Zeitung