direkte Bereichesauswahl

Brasilien

Kfz-Zulieferer erwarten Belebung des Geschäfts


Nach Informationen der Wirtschaftszeitung Gazeta Mercantil gehen die brasilianischen Kfz-Zulieferer davon aus, dass sich die Branche im ersten Halbjahr 2009 wieder erholt. Die meisten Unternehmen erwarten trotz zwischenzeitlicher Produktionsrückgänge, dass sich die Verkäufe auf dem Binnenmarkt im kommenden Jahr auf hohem Niveau behaupten. Absatzeinbrüche wie in den USA und in Europa werde es in Brasilien nicht geben. Der Kfz-Zulieferer Dura Automotive will die Werksferien der Belegschaft vorziehen. Darüber hinaus werden Überstunden abgebaut. Damit soll der vorübergehenden geringeren Nachfrage der Kfz-Industrie Rechnung getragen werden. Mário Butino, Präsident der Gesellschaft, will Entlassungen der Belegschaft vermeiden. „Wir gehen davon aus, dass der Kfz-Sektor ab April 2009 wieder boomt. Aus diesem Grund wollen wir unsere qualifizierten Arbeitskräfte behalten”, bemerkte Butino. In der Produktionsstätte in Rio Grande da Serra im Bundesstaat São Paulo sind insgesamt 1.100 Mitarbeiter beschäftigt. Der Scheibenwischerhersteller Eletromecânica Dyna erwirtschaftete in der Vergangenheit über 50% seines Umsatzes auf dem Binnenmarkt. Inzwischen ging diese Kennziffer auf 40% zurück. Der Ausfuhranteil erhöhte sich dafür in den vergangenen Monaten von 18% auf 30%. Die Produktionsauslastung ging inzwischen leicht zurück. Die deutsche Gesellschaft TMD Friction stellt Bremsbeläge her. Das brasilianische Tochterunternehmen mit Firmensitz in Indaiatuba im Bundesstaat São Paulo will einen größeren Prozentsatz der Produkte nach Europa ausführen. Dafür wird der USamerikanische Markt auf Weisung des Mutterhauses nicht mehr von Brasilien, sondern von der mexikanischen Filiale aus beliefert. Entlassungen der Belegschaft auf dem Binnenmarkt sind allerdings nicht vorgesehen.

Quelle: Wochenbericht Brasilien Ausgabe, 02.12.2008 (Bfai/AHK Brasilien)