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Kolumbien

Kolumbiens Wirtschaft setzt auf das Friedensabkommen


Deutsche Firmen aktiv / OECD-Beitritt vielleicht schon 2018

Bonn (GTAI) - Nach der Verabschiedung des Friedensabkommens mit der FARC-Guerilla durch das Parlament Ende 2016 hofft Kolumbiens Wirtschaft auf Impulse. Die direkten Auswirkungen sind zwar begrenzt, die Signalwirkung an ausländische Firmen ist aber unverkennbar. Sie dürfte sich noch verstärken, wenn Kolumbien - wie derzeit absehbar - 2018 der OECD beitritt.

Das Friedensabkommen wird das Wachstum in den kommenden 15 Jahren nach Einschätzung des kolumbianischen Finanzministeriums um 0,3 Prozentpunkte erhöhen. Das ist deutlich weniger als in früheren Prognosen vorhergesagt. Es gibt immer noch Konflikte mit anderen Guerillagruppen und kriminellen Banden, die in die Freiräume drängen. Zumindest konnte Mitte des Jahres mit der ELN-Guerilla ein Waffenstillstand vereinbart werden, und auch hier laufen Friedensverhandlungen.

Der Wirtschaft hilft aber der Rückgang der Gewalt, der sich bereits zuvor durch Waffenstillstände und die Bekämpfung der FARC-Rebellen unter Präsident Uribe ergeben hatte. Impulse sind besonders in ehemaligen FARC-Zonen zu erwarten, so im Departamento Chocó an der Pazifikküste sowie in Guavire, Caquetá, Vaupés und Putumayo im Süden. Dort müssen staatliche Institutionen und Dienste aufgebaut und die Infrastruktur instandgesetzt werden. Allerdings kommen diese Landesteile nur auf einen Anteil von 3,5 Prozent der nationalen Wirtschaftsleistung.

Hoher Investitionsbedarf in Konfliktregionen

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Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest