Das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) und das Ministerium für Industrie und Handel der Tschechischen Republik
(MPO) haben sich auf eine Kooperation beim Thema Industrie 4.0 verständigt. Eine
gemeinsame Absichtserklärung unterzeichneten in Prag Ministerialdirektor Wolf-
Dieter Lukas und Vizeminister Tomáš Novotný. Tschechien ist damit das erste Land,
mit dem Deutschland bei diesem wichtigen Zukunftsthema eine konkrete
Zusammenarbeit vereinbart. Im Fokus sollen die Bereiche Forschung, Entwicklung
und Innovation vor allem mit Blick auf den Mittelstand stehen. Die Deutsch-
Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) hatte im Rahmen ihres
Jahresthemas „Industrie 4.0 – rEvolution gestalten“ beide Ministerien zu
Kooperationsgesprächen eingeladen.
„Industrie 4.0“, sprich die Entwicklung der digitalen Vernetzung der Wirtschaft, wird in den
kommenden Jahren über die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen
entscheiden. Für Tschechien ist Deutschland mit Abstand der wichtigste Handelspartner.
Beide Länder haben eine traditionell hoch entwickelte Industrie, die einen
überdurchschnittlich hohen Anteil am BIP hat, sowie ausgezeichnete
Forschungskompetenzen. Daher haben Regierungsvertreter beider Länder nun eine
intensive Kooperation vereinbart, um die Chancen einer strategischen bilateralen
Partnerschaft beim Thema Industrie 4.0 zu nutzen.


