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Republik Korea (Südkorea)

Korea baut Schnellstraßennetz weiter aus


Ministerium Molit veröffentlicht aktualisierten Verkehrsplan / Neue Verbindungen mit fast 300 km Länge geplant / Von Alexander Hirschle

Seoul (GTAI) - Die koreanische Regierung will bis 2020 insgesamt 28,9 Bill. Won (circa 22,5 Mrd. Euro; 1 Euro = rund 1.284 Won; im Jahresdurchschnitt 2016) für den Ausbau der Straßeninfrastruktur im "Land der Morgenstille" ausgeben. Auf diese Weise sollen die Straßen vor allem in den Ballungsräumen entlastet werden. Ebenso erhofft sich die Regierung einen Impuls für die schwächelnde Binnenkonjunktur.

Das Ministerium Molit (Ministry of Land, Infrastructure and Transport) hat Mitte Januar 2017 eine aktualisierte Version seines bereits 2016 lancierten Fünfjahresplans veröffentlicht. Die neue Fassung sieht zusätzlich den Bau von 13 neuen Schnellstraßen (Expressways) mit einer Gesamtlänge von 288,7 km vor. Darüber hinaus sollen dem Verkehrsnetz weitere 165,7 km Schnellstraßen durch den Ausbau bereits existierender Straßen hinzugefügt werden. Derzeit befinden sich bereits 36 Straßenprojekte inklusive Landstraßen im Bau. Die nun neu veröffentlichten Vorhaben vereinigen Investitionen in Höhe von 7,4 Bill. Won auf sich.

Der Plan fokussiert sich neben dem Bau neuer Umgehungs- und Untergrundstraßen in Metropolregionen auch auf Zufahrts- und Anbindungswege. Ein Teil der Projekte soll unter Beteiligung privater Partner in Form von BTO-Modellen (Build-Transfer-Operate) realisiert werden.

Nach Abschluss der baulichen Vorhaben wird sich das gesamte koreanische Schnellstraßennetz auf dann 5.075 km vergrößern. Die Staus sollen sich durch die Maßnahmen gemäß den Projektionen des Ministeriums um 49,4% reduzieren. So sollen dann 96% der koreanischen Bevölkerung in der Lage sein, Schnellstraßen innerhalb von maximal 30 Minuten ab ihrem Heimatort erreichen zu können.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest