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Republik Korea (Südkorea)

Korea baut sein Schienennetz aus


Zahlreiche Projekte geplant / Fahrzeiten werden deutlich reduziert
Von Alexander Hirschle

Seoul (GTAI) - Die koreanische Regierung plant in den kommenden zehn Jahren umfassende Investitionen in den Ausbau der Eisenbahnverbindungen. Das Streckennetz soll um mehr als 40% erweitert werden. Darüber hinaus sollen bestehende Verbindungen für den Schnellzugverkehr umgerüstet werden. Dadurch erhoffen sich die Verantwortlichen in Seoul eine starke Reduzierung der Fahrzeiten sowie Impulse für Tourismus und Logistik. Im Juli 2016 wurde das erste Großprojekt gestartet.

Die koreanische Regierung veröffentlichte Mitte 2016 konkrete Pläne zum Bau einer Schnellzugverbindung zwischen den Städten Chuncheon und Sokcho in der Provinz Gangwon im Osten Südkoreas. Die Kosten für das Projekt werden sich auf rund 2,1 Bill. Won (circa 1,7 Mrd. Euro; 1 Euro = 1.255 Won) belaufen. Das zuständige Ministerium Molit (Ministry of Land, Infrastructure and Transport) gab bekannt, dass nach zwei Jahren die Evaluierung des Vorhabens abgeschlossen und eine entsprechende Machbarkeitsstudie erfolgreich durchgeführt worden sei.

Es handelt sich bereits um den vierten Anlauf für eine Schnellzugverbindung gen Osten des Landes. Noch 2001, 2010 und 2012 war die Regierung zum Ergebnis gekommen, dass die Kosten des Vorhabens den Nutzen überschreiten würden. Seither wurden einige Teilprojekte noch einmal einer Prüfung unterzogen und die Gesamtkosten um 64 Mrd. Won gedrückt, um auf diese Weise grünes Licht zu erhalten.

Quelle: gt