direkte Bereichesauswahl

Republik Korea (Südkorea)

Korea kämpft weiter mit schwachem Wachstum


Zentralbank reduziert BIP-Prognose / Regierung lanciert Konjunkturpaket
Von Alexander Hirschle

Seoul (GTAI) - Die koreanische Wirtschaft entfaltet weiterhin keine große Dynamik. Die Zentralbank musste im Juli 2016 zum dritten Mal ihre Wachstumsprognosen für das laufende Jahre nach unten stufen; andere Finanzinstitutionen bestätigen diesen Trend. Sorgen bereitet die steigende Verschuldung der privaten Haushalte. Die Regierung versucht, mit einem weiteren milliardenschweren Konjunkturpaket gegenzusteuern. Zumindest konnte Korea (Rep.) im globalen Ranking der größten Volkswirtschaften Plätze gutmachen.

Korea (Rep.) konnte sich 2015 beim Ranking der weltweit größten Ökonomien auf US-Dollarbasis wieder um zwei Positionen verbessern. Noch Mitte des vergangenen Jahrzehnts fand sich das asiatische Land unter den "Top Ten" in dieser Statistik, rutschte danach aber unter anderem bedingt durch den Rohstoffboom und das Aufkommen großer Schwellenländer wie Brasilien, Russland und Indien ab. Angesichts sinkender Notierungen für Rohöl und Bergbauprodukte konnte Korea (Rep.) 2015 jedoch wieder an Ländern wie Australien und Russland vorbeiziehen.

Das koreanische Bruttoninlandsprodukt (BIP) erreichte im Jahr 2015 nach Angaben der Weltbank 1.378 Mrd.US$. Es lag damit dennoch um 2,4% unterhalb des Wertes von 2014. Allerdings war das BIP in Russland und Australien deutlich stärker gesunken. Experten gehen davon aus, dass die Konjunktur in Korea (Rep.) angesichts der demographischen Entwicklung und des moderatem Konsums auch in den kommenden Jahren keine große Dynamik entfalten wird.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest