Schwimmende Anlagen geplant / Export von Solarzellen zieht an / Von Alexander Hirschle
Seoul (GTAI) - Die koreanische Regierung will die Nutzung erneuerbarer Energien intensivieren. Eine wichtige Rolle soll dabei die Solarenergie spielen. In den kommenden Jahren sind mehrere Projekte geplant; lokale Firmen strecken ihre Fühler auch auf die Auslandsmärkte aus. Korea (Rep.) gilt als ein bedeutender Hersteller von Solartechnologie, zahlreiche Firmen produzieren Solarmodule und -zellen. Die Hersteller vergrößern ihre Kapazitäten. Gleichzeitig stiegen die Branchenexporte zuletzt deutlich.
Nach Angaben der Korea Energy Agency verfügte Korea (Rep.) Ende 2016 über 20.738 Fotovoltaikanlagen mit einer Gesamtkapazität von 3.529 MW. Damit liegt die Solarenergie an erster Stelle der erneuerbaren Energien vor Wasserkraft (1.780 MW und 281 Anlagen) sowie Windkraft (939 MW und 395 Anlagen). Der Bereich Sonstige, der unter anderem Erdwärme, Brennstoffzellen, Wasserwärme und "Waste-to-Energy" umfasst, kommt auf 2.660 MW und 205 Anlagen.
Im gesamten Bereich erneuerbare Energien waren 2015 gemäß den letzten verfügbaren Daten 473 Firmen aktiv, ein Viertel davon in der Fotovoltaik. Gemessen an der Gesamtzahl der Beschäftigten zeichnete die Fotovoltaik für mehr als die Hälfte verantwortlich, bezüglich des Umsatzes sogar für zwei Drittel. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 11,3 Bill. Won (circa 8,8 Mrd. Euro; 1 Euro = rund 1.284 Won; im Jahresdurchschnitt 2016) im Sektor erneuerbare Energien in Korea (Rep.) umgesetzt.


