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Republik Korea (Südkorea)

Korea setzt noch stärker auf Industrie 4.0


Neue Regierung will Ausbau forcieren / Gute Chancen für deutsche Firmen / Von Alexander Hirschle

Die koreanische Industrie steht vor großen Umbrüchen. Angesichts hoher Lohnkosten und aufholender Konkurrenz aus anderen Schwellenländern werden neue Wachstumsmotoren gesucht. Eine wichtige Rolle soll dabei das Thema Digitalisierung der Wirtschaft einnehmen. Bereits die alte Regierung Park hatte den Bau von intelligenten Fabriken im großen Stil zum Ziel auserkoren, um die "vierte industrielle Revolution" auch in Korea umzusetzen. Deutschland gilt in diesem Zusammenhang als Vorbild.

Die neue Regierung um Präsident Moon Jae-in will jetzt sogar noch stärker aufs Gaspedal treten und die Digitalisierung der koreanischen Wirtschaft vorantreiben: Bereits im Vorfeld der Wahlen hatte der neue Präsident Moon verkündet, künftig einen seiner Schwerpunkte auf die sogenannte vierte industrielle Revolution zu legen. So solle ein Komitee zu diesem Thema unter Leitung des Präsidialamtes implementiert werden. Auch sei die Eliminierung von regulatorischen Hemmnissen vorgesehen.

Präsident Moon hatte in Veröffentlichungen kritisiert, dass Korea bei der Digitalisierung der Industrie im internationalen Vergleich hinterherhinke. Seine Regierung wolle künftig den Ausbau der Infrastruktur wie etwa von 5G und einem Hochgeschwindigkeits-IoT (Internet of Things, Internet der Dinge) stärker vorantreiben. Auch die Denkfabrik Hyundai Research Institute hatte in der 2. Jahreshälfte 2016 verlautbaren lassen, dass Korea in Bezug auf die Voraussetzungen für die vierte industrielle Revolution im weltweiten Kontext nur Rang 25 erreicht.

Quelle: gt