Inlandsherstellung von Kfz rückläufig
Hohe Lohnkosten und schwache Binnenkonjunktur als Gründe
Von Alexander Hirschle
Seoul (GTAI) - Die koreanische Industrie erweitert ihre Produktionskapazitäten im Ausland. Alleine im Kfz-Bereich haben Hyundai und Kia 2016 zwei große Werke in der VR China und in Mexiko eröffnet. Im kommenden Jahr soll sich der Trend fortsetzen. Neben der Nähe zu den Abnehmern spielen hohe Lohnkosten und die schwache Binnenkonjunktur in Korea (Rep.) als Gründe eine wesentliche Rolle. Die Produktionszahlen im Inland nehmen ab. Dennoch bleibt das Land für deutsche Firmen ein wichtiger Standort.
Der koreanische Kfz-Hersteller Hyundai Motor hat im Oktober 2016 seine vierte Fabrik in der VR China eröffnet. Das neue Werk in Changzhou in der Provinz Hebei weist auf 1,9 Mio. qm Kapazitäten zur Herstellung von 300.000 Einheiten pro Jahr auf. Das Werk soll künftig als "Smart Factory" mit der höchsten Produktivitätsrate innerhalb der Hyundai-Gruppe glänzen. Im Jahr 2018 soll die volle Kapazitätsauslastung mit einem Output von 66 Fahrzeugen pro Stunde erreicht sein. Mit der neuen Fabrik will Hyundai seine Position als einer der wichtigsten Fabrikanten von Fahrzeugen im zweitgrößten Kfz-Markt der Welt festigen.


